Weltfriedenstag (Antikriegstag) in Brandenburg an der Havel

Liebe Friedensfreunde,
gut durchdacht, gut vorbereitet und gut durchgeführt – das kann man zusammenfassend über die vom „Bündnis für Frieden“ Brandenburg organisierte Friedenskundgebung am 30.August auf dem Neustädtischen Markt in Brandenburg an der Havel sagen.
Mit Freude konnten wir Teilnehmer auch aus Potsdam und anderen Landkreisen des Landes Brandenburg begrüßen, die teilweise auch Redebeiträge hielten wie Horst Jäkel, 90-jähriger Friedensaktivist aus Potsdam, Dr. Lothar Schröter, Militärhistoriker und ehemaliger NVA-Offizier aus Borkwalde, Renate Halletz, Rentnerin aus Geltow, Friederike Benda, Landesvorsitzende des BSW aus Birkenwerder und Julian Tripier, ein 19-jähriger Jugendlicher aus Brandenburg.
Im 2. Teil der Kundgebung gaben wir den Oberbürgermeisterkandidaten, die sich am 9. November 2025 zur Wahl in Brandenburg an der Havel stellen, die Gelegenheit sich zu äußern, ob sie sich für die Themen Krieg, Frieden, Ausrüstung mitverantwortlich fühlen oder ob das nach ihrer Meinung in Verantwortung der Bundesregierung läge.
Daniel Keip (SPD) stellte in seiner Rede Putin als Hauptschuldigen für die „Zeitenwende“ dar, der jederzeit den Krieg beenden könne.
Auf Nachfrage des Moderators, ob er auch begrüßen würde, dass im Interesse des Erhalts von Arbeitsplätzen, auch Betriebe in der Stadt ihre  Produktion auf Rüstungsgüter umstellen würden (wie z.B. in der Automobilbranche geplant), kam ein eindeutiges JA.
Axel Brösicke (AFD) kritisierte, dass im Ukrainekrieg durch Politik und Medien die Vorgeschichte dieses Krieges ausgeblendet wird. Sicherheitsinteressen jedes Staates müssen gewahrt bleiben und die wären durch die NATO-Osterweiterung für Russland stark gefährdet. Die Freiheit Deutschlands wurde nach seiner Meinung weder in Afghanistan noch jetzt in der Ukraine verteidigt.
Er kritisiere auch den Völkermord im Gaza und sieht die Schuld nicht pauschal bei den Juden, sondern ausschließlich bei der israelischen Regierung.
Als Oberbürgermeister würde seine Verpflichtung in der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für Frieden) nicht nur im Hissen der Flagge sehen. Für ihn sei es wichtig, dass die Bürgermeister sich europaweit vernetzten und die Friedensbewegung in ihren Städten unterstützen.
Auf Nachfrage des Moderators, wie er zur Hochrüstung steht, die auch von der AFD-Führung befürwortet wird, antwortete er, dass er diesbezüglich nicht mit der Parteiführung übereinstimmt. Geld für Soziales sei wichtiger als für Waffen.
Steffen Tepper (parteilos): „Frieden fängt im Kleinen an. Wir brauchen das Geld für unsere Kinder, Schulen, Senioren statt es blind in eine immer weitere Rüstungsspirale zu stecken. Jede Million, die für Waffen ausgegeben wird, fehlt z.B. auch bei der Sanierung von Brücken und Straßen wie hier in Brandenburg. Ich will mich für die Brandenburger Bürger einsetzen und nicht für Interessen von Rüstungsaktionären.“
Nachfrage vom Moderator: „2026 plant die Bundesregierung die Stationierung von weitreichenden US-Raketen in Deutschland. Was ist ihre Meinung dazu?“  Antwort: „Ein klares Nein. So eine Stationierung macht uns zum Ziel und bringt keine Sicherheit.“
Für alle, die nicht dabei sein konnten, im Anhang einige Fotos und eine Presseerklärung in Auswertung der Kundgebung.
Unsere nächsten Termine:
3. und 17. September 2025, 15-17 Uhr: Mahnwachen auf dem Neustädtischen Markt
10. September 2025, 17:00 Uhr: Bündnisversammlung in Brandenburg, Jacobstr. 12, Haus der Begegnung, Erdgeschoß
13. September 2025, 14:00 Uhr: bundesweite Kundgebung gegen Krieg und Aufrüstung, Berlin, am Brandenburger Tor, u.a. mit Sahra Wagenknecht, Gabriele Krone-Schmalz, Dieter Hallervorden.
Mit kämpferischen Grüßen
 
Bernd Lachmann
Gründungsmitglied „Bündnis für Frieden“ Brandenburg
Telefon    :  03381-3468364  /  0151-25364189