Waffenruhe und Verhandlungen statt Krieg und „AirDefender 23“


Keine Nato-Bomber über unseren Köpfen!

aufstehen-Brandenburg an der Havel im Friedensbündnis am 21.Juni 2023


Kein Platz für Nato-Kriegsspiele „AirDefender 23“

aufstehen-Magdeburg im Friedensbündnis am 21. Juni 2023


Friedliche Ballonaktion gegen „AirDefender 2023“

Foto: aufstehen-Diez-Limburg

In Katzenelnbogen fand am Montag, den 12. Juni 2023, eine Kundgebung gegen das Nato-Luftmanöver „Air Defender 2023“ statt. Sie wurde von der Gruppe aufstehen Diez-Limburg im Rahmen der bundesweiten Ballon-Aktion der Sammlungsbewegung aufstehen so kurzfristig organisiert, dass es sogar noch eine Panne gab beim Füllen der Ballons mit Helium. Dank freundlicher Hilfe beim Aufblasen mit Druckluft konnten die Ballons zwar nicht fliegen, aber hochgehalten werden, mit ihrer Botschaft

„Von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen! STOP AIR DEFENDER 2023!“

In einer kurzen Rede vor den etwa 25 Besuchern der Kundgebung erinnerte Alfred Weber an die Zeit des Kalten Krieges mit ihrem „Gleichgewicht des Schreckens“ und an Eisenhowers Aufrechnung dessen, was dieser Irrsinn des Kalten Krieges an Geld kostete, das für viele soziale Aufgaben wie Krankenhäuser, Schulen, sichere Wohnungen und Infrastruktur so dringend benötigt würde.

Mit Auszügen aus dem letzten Text der kürzlich verstorbenen Gründungs-Grünen (¤und Gründungsmitglied der Sammlungsbewegung aufstehen) Antje Vollmer hob er dann die große politische Leistung Gorbatschows hervor, eine Abrüstungs- und Friedenswende der Sowjetunion und seiner Satellitenstaaten gewaltfrei herbeigeführt zu haben, um danach den mit der von Clinton eingeleiteten NATO-Osterweiterung vollzogenen Wortbruch des Westens gegenüber Gorbatschow und Russland verantwortlich zu machen für die zunehmende Spannung zwischen dem Westen und Russland.

Mit Antje Vollmer betonte er, dass die Grünen einst Umwelt- und Friedenspolitik als Einheit und Hauptaufgabe sahen und dass die jetzige, von den heutigen Regierungs-Grünen mit beförderte Politik den Krieg mit Waffenlieferungen befeuert und verlängert und damit auch einen Krieg gegen das Klima führt. Denn der Krieg, aber auch das Manöver AirDefender 2023, verschlimmere die globale CO₂-Bilanz in großem Maße. Deshalb verstehe er nicht, warum Klimaaktivist*innen wie Fridays-for-Future sich nicht dem Protest gegen den Krieg und gegen die sowohl militärische als auch außenpolitische Aufrüstung anschlössen.

Abschließend plädierte der Redner dafür, an die vom Krieg bedrohten Kinder zu denken und sich zu fragen, ob nicht jedes einzelne getötete Kind eine „unanfechtbare Anklage gegen die, die den Krieg anfangen“, stellen sollte. „Anklage aber und vor allem gegen die, die die Waffen für das Schlachtfeld entwickeln, herstellen und daran verdienen.“

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer noch eine Weile sowohl untereinander als auch mit einem Bürger sehr gegenteiliger Meinung. Nach etwa einer Stunde löste sich die Versammlung friedlich auf.

aufstehen-Ortsgruppe Diez-Limburg

¤nachträglich von der Redaktion eingefügt