Liebe Friedensfreunde,
vielen Dank für all Eure wunderbaren Beiträge auf Video und Fotografien, die Ihr uns bereits von Euren Aktionen geschickt habt! Eure Beteiligung und Kreativität am 9. Mai hat alle Rahmen der Erwartungen gesprengt. Noch immer gibt es eine Flut von Interesse, Zustimmung, und Vorschlägen für weitere Aktivitäten.
Hier auf unserem Youtube Kanal posten wir nach und nach alle Videos welche uns Teilnehmende aus ganz Europa (und darüber hinaus wie Australien 😊) schicken: https://www.youtube.com/@EuropeanPeaceProject
Schaut rein und verbreitet den Kanal oder Eure „best of Videos“ weiter in Euren Netzwerken oder Social-Media-Kanälen.
Wir hoffen eine Galerie und den Dokumentationsfilm bis zum 15. Juli fertig zu haben. Bitte schickt uns nicht nur Videos, sondern vor allem auch Fotos Eurer Aktionen, denn wir planen neben einer online Galerie auch einen gedruckten Katalog zur Dokumentation.
Auf unserer Webseite ist die Auktion der Originale der für das European Peace Project entstandenen Arbeiten der Künstlerin Regina Bender gestartet – seht also unbedingt hinein und sichert Euch ein Unikat und einmaliges Zeitzeugnis unserer historischen Aktion zum 9. Mai 2025. https://europeanpeaceproject.eu/auktion/
Wir haben unser Titelbanner und vor allem die Fahnen-Vorlage auf unserer „Artwork“ Unterseite zeitloser gestaltet, so dass Ihr sie weiterhin für Aktionen nutzen könnt oder um sie ans Fenster oder den Balkon zu hängen. Den 9.5. in jedem Jahr würden wir gerne als „unseren Tag“, den Citizen European Day (CED) für Frieden durch Völkerverständigung beibehalten.
Wir ermutigen alle bisherigen Teilnehmer am European Peace Project vor Ort weiter aktiv zu bleiben, sei es mit erneuten Manifest Verlesungen, Friedenspaziergängen, Engagement in Städte- oder anderen Partnerschaftsformaten mit Russland etc. Wir schlagen vor dafür jeweils den 2. Freitag im Monat auf dem zentralen Platz Eures Ortes/Stadt zu nehmen und haben dafür auch unsere Material auf der Homepage angepasst – eine Fahne und Flyer ohne Datum zur Verfügung gestellt. Getragen werden müssten diese Aktivitäten von Personen oder Gruppen vor Ort, die natürlich gerne weiterhin Artwork und Manifest Text in allen Sprachen auf der Webseite nutzen und erweitern/anpassen können – natürlich dann mit ihrem eigenen VisdP und -Verantwortlichkeit. Lasst Euch von den neusten Protesten in London oder Den Haag inspirieren mit 500.000+ Demonstrierenden für den sofortigen Stopp des israelischen Vernichtungskriegs gegen die Palästinenser.
Diesem Thema werden/müssen wir uns als nächstes annehmen, denn es ist unsere Verpflichtung und Versprechen, vor allem als Deutsche Nie WIEDER tatenlos zuzusehen, wenn ein Völkermord geschieht! Daher planen wir eine nächste große Aktion/Ausrufung/kreativen Sprechakt mit neuem Text und Artwork am 7. Oktober. Dazu halten wir Euch auf dem Laufenden. Nach Fertigstellung von Film und Galerie am 15.Juli werden wir allerdings eine Sommerpause bis September einlegen, in der wir nicht untätig sind, sondern unseren weiteren Projekten nachgehen, selbst Volksdiplomatie betreiben, helfen ein großes Friedenskonzert vorzubereiten, das am 3. Oktober in München stattfinden soll, etc.
Außerdem haben wir die Idee im September 2026 eine gesamteuropäische „Hertenstein 2:0“ Konferenz zu initiieren, als Nucleus eines Neustarts einer europäischen Integration, die den Werten von friedlichem Zusammenleben verpflichtet, blockfrei und auf einen zivilen Charakter festgelegt ist.
Gleichzeitig werden wir die Entwicklung in Europa und der Welt aufmerksam verfolgen, unsere Social Media Kanäle und eventuell den Verteiler für objektive Information nutzen. Sollte es zu einer Zuspitzung der Kriegsvorbereitung oder Ereignissen kommen, welche einen sofortigen massiven Protest der Zivilgesellschaft erfordern, werden wir spontan zu einer breiten Aktion mobilisieren.
Hier noch die Presseerklärung des Europaabgeordneten Michael von der Schulenburg zur Reise nach Moskau am 9. und 10. Mai 2025, auch im Zusammenhang mit dem European Peace Project:
Für ein Ende des Krieges in der Ukraine und einen Neubeginn der europäisch-russischen Beziehungen
„Am 9. und 10. Mai 2025 sind wir gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Ondrej Dostal aus Tschechien, Lubos Blaha aus der Slowakei und Fidias Panayiotou aus Zypern, aus Anlass des 80. Jahrestages des Sieges über den deutschen Faschismus nach Moskau gereist. Ziel unserer Reise war, der Opfer des von Nazi-Deutschland entfesselten Weltkriegs zu gedenken und Gespräche mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu führen. Mit unserer Reise wollten wir uns dem verordneten Kommunikationsabbruch entgegenstellen und betonen, wie wichtig es ist, gerade in Krisenzeiten Austausch zu haben.
Am 9. Mai haben wir nicht die Militärparade besucht, sondern am Grabmal des unbekannten Soldaten Blumen niedergelegt, um der 27 Millionen Opfer des barbarischen Feldzug Nazi- Deutschlands gegen die Sowjetunion und des entscheidenden Anteils der Roten Armee am Sieg über den Nationalsozialismus zu gedenken. Uns hat berührt, dass uns selbst seitens der vielen Besucher, die an diesem Tag an der Gedenkstätte ihre von Deutschen ermordeten Verwandten ehrten, keinerlei Ablehnung entgegengebracht wurde, obwohl wir Deutsch sprachen.
Bei unseren Gesprächen mit hochrangigen russischen Vertretern haben wir eine große Bereitschaft zu einem offenen Austausch auch über schwierige Themen erlebt, es gab keinerlei Beschränkungen der Gesprächsthemen. Selbstverständlich haben wir bei den Gesprächen unsere Sorge über die katastrophalen humanitären und politischen Folgen des Ukrainekriegs angesprochen sowie unsere Hoffnung ausgedrückt, schnellstmöglich zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts zu gelangen. Wir haben nachdrücklich betont, dass die Waffen endlich dauerhaft schweigen und Verhandlungen geführt werden müssen, um die Suche nach einer Friedensregelung zu ermöglichen, die die Interessen aller Konfliktparteien, natürlich auch der Ukraine, berücksichtigt, da nur so der Frieden in Europa dauerhaft gesichert werden kann.
Wir sind bei keiner Begegnung Ressentiments und Äußerungen begegnet, wie sie leider mittlerweile in Deutschland bis hin zum Außenminister verbreitet werden („Russland wird immer ein Feind für uns sein“). Seitens unserer Gesprächspartner in Russland wurde wiederholt auf die früheren guten Beziehungen zu Deutschland verwiesen und betont, wie wichtig es im beiderseitigen Interesse sei, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Zum Abschluss unserer Reise haben wir eine Aufführung des Bolschoi-Theaters besucht, um auf die Weise zu unterstreichen, dass es auch Kultur ist, die uns vereint.
Wir sind von unserer Reise mit der Überzeugung zurückgekehrt, dass es vorrangige und dringende Aufgabe sein sollte, eine friedliche, stabile und zukunftsorientierte Nachkriegslösung für die Ukraine und Europa zu finden and dass das nur über Verhandlungen mit Russland zu erreichen sein wird. Eine strikte Gesprächsverweigerung seitens EU Mitgliedstaaten bei gleichzeitigen Ultimaten ist hier eine völlig falsche Politik. Es liegt im Interesse Europas, statt an gigantischer Aufrüstung und der selbstzerstörerischen Sanktionspolitik festzuhalten, die Bemühungen um eine Beilegung des Ukraine-Kriegs zu unterstützen und zu befördern und die Beziehungen zu Russland wieder Schritt für Schritt aufzubauen.
Wir möchten betonen, dass wir in Moskau weder das Europäische Parlament vertreten haben noch offizielle Gäste der russischen Regierung waren. Diese Reise haben wir aus der
persönlichen Verantwortung als europäische Parlamentarier unternommen und auch alle Reisekosten aus privaten Mitteln bestritten. Dem Europäischen Parlament haben wir ein Transparenzerklärung vorgelegt.“
Michael von der Schulenburg, ehemals hochrangiger Diplomat, und Assistant Secretary der UN, seit den 1980er Jahren bis in die 2010er Jahre in zahlreichen Konflikt- und Kriegszonen, von Haiti, über Iran-Irak bis Sierra Leone und Afghanistan, auch in die Verhandlungen im März 2022 zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul eingebunden, jetzt im Europaparlament, hat mit mit weiteren Abgeordneten mit uns zu unserem European Peace Project zusammengearbeitet und vor der Reise im EU Parlament eine Erklärung verlesen: https://www.youtube.com/watch?v=D-wWsQBqkzg
„Anlässlich dieses Jahrestages, der in Westeuropa am 8. Mai begangen wird, haben wir uns mit einem gemeinsamen Aufruf an alle unsere parlamentarischen Kolleginnen und Kollegen gewandt, sich nun für Frieden einzusetzen.“ Das ist eine phantastische Demonstration wie Parlamentarier Hand in Hand mit der Mehrheit der Europäischen Bevölkerung für die ursprünglichen Versprechen der europäischen Integration von Freiheit von Krieg, Armut und Not sowie Meinungsfreiheit verantwortungsvoll eintreten an diesem historischen Tag – Vielen Dank an Michael dafür!!!
Die deutsche Regierung hat, beschämenderweise, Russen von den 80-Jahr-Feiern zum Ende des 2. Weltkrieges ausgeschlossen. Europa-Abgeordnete wie Michael von der Schulenburg, Fidss Panayiotou (Zypern), Ondrej Dostal (Tschechien), sind darum nach Moskau gefahren und haben Blumen für den „unbekannten Soldaten“ niedergelegt. Danach wollen die Abgeordneten nach Kiew fahren. „Das Blutvergießen muss ein Ende haben!“ Michael von der Schulenburg hielt, am 9. Mai in Kooperation mit unserem European Peace Project auf dem Roten Platz die nachfolgende Rede:
Mit einer kleinen Gruppe von Mitgliederns des Europäischen Parlaments besuchten wir heute zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges das Grab des unbekannten Soldaten am Roten Platz in Moskau. Dieser Besuch sollte gerade für Deutschland von Bedeutung sein, denn der Soldat, der hier begraben ist, ist im Krieg gegen Nazi-Deutschland gefallen. So mahnt er auch uns Deutsche zum Frieden.
Der Soldat ist ein stummer Zeuge des ungeheuerlichen Blutzolls, dass Russland im Krieg gegen ein verbrecherisches Nazi-Deutschland gezahlt hatte. Fast jeder Zweite der 60 Millionen Toten dieses Krieges war ein Sowjetbürger, die große Mehrheit waren Russen.
Und so erfüllt es uns mit Scham, dass ausgerechnet in Deutschland, dem Land, das für so viele Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg verantwortlich war, Russen von Gedenkfeiern der Toten des Zweiten Weltkrieges ausgeschlossen wurden. Wir hätten doch gerade an diesem für das deutsch-russische Verhältnis so denkwürdigen Tag gemeinsam darüber nachdenken sollen, warum trotz der bitteren Erfahrungen der Vergangenheit sich Deutschland und Russland wieder kriegerisch gegenüberstehen.
Denn dieser Krieg hätte verhindert werden können, wenn wir bereit gewesen wären, mit Russland über die NATO-Ausweitung zu verhandeln. Nur, wo war da Deutschland? Und warum hatte Deutschland die ukrainisch-russischen Friedensverhandlungen im März 2022 nicht unterstützt? Das Istanbuler Kommuniqués war eine Glanzleistung der ukrainischen Diplomatie, und Russland hatte diese ukrainischen Friedensvorschläge angenommen. Der Krieg hätte also bereits nach einem Monat beendet werden können. Wie viele Opfer, wie viel Leiden, wie viel Zerstörungen wären vor allem den Ukrainern erspart geblieben.
Heute ist die neue deutsche Regierung im Begriff, die Friedensbemühungen des amerikanischen Präsidenten aktiv zu untergraben. Wenn dann gar der inzwischen designierte deutsche Außenminister erklärt, dass „Russland immer unser Feind sein wird“ und bedauert, dass die Taurus Marschflugkörper nicht vor Mai eingesetzt werden könnten, um Moskau anzugreifen, glaubt man sich in die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückversetzt. Einem Frieden wird uns diese deutsche Haltung sicherlich nicht näherbringen.
Diese Politiker, die sich für eine Fortdauer des Krieges einsetzen, sollten nie vergessen, dass es nicht ihr Blut oder das Blut Ihrer Kinder ist, dass hier vergossen wird, sondern das Blut on Ukrainern und Russen. Hass ist eben ein schlechter Ratgeber, mit Selbstgerechtigkeit gewinnt man keine Kriege und mit Waffen letztlich auch keinen Frieden.
Will Deutschland zum Frieden beitragen, muss es seine Außen- und Sicherheitspolitik völlig umstellen. Respekt, Zuhören und Verstehen eben auch eines Gegners sind hier die Zauberworte und nicht eine Taurus Rakete! Ein weiteres Blutvergießen, die zunehmende Zerstörung der Ukraine, die Aufrechterhaltung von Sanktionen und eine angebliche Erbfeindschaft zu Russland kann doch nicht im deutschen Interesse sein. Wir brauchen jetzt Diplomatie! Wir müssen den Weg zurückfinden zu einem Europäischen Friedensprojekt.“
Michael von der Schulenburg, MEP, 9. Mai 2025, Roter Platz in Moskau.
Herzliche Grüße
Isabelle
Liebe Friedensfreunde
vielen herzlichen Dank an Euch Alle, die Ihr Euch am European Peace Project beteiligt habt! Ihr habt unsere Idee am 9.5.25 um 17.00 mit unserem Manifest den Frieden auszurufen, in einem künstlerischen Sprechakt so phänomenal zum Leben erweckt und größer gemacht, als wir uns das hätten vorstellen können. Allein von den Registrierungen sind wir über 16.000 Personen auf dem gesamten Kontinent die sich alle individuell oder in Gruppen auf öffentlichen Plätzen für den Frieden in Europa durch Dialog und Völkerverständigung sowie die Beseitigung der Konfliktursachen durch Interessensausgleich ausgesprochen haben. Dazu kommen noch die unzähligen Personen, die sich ganz spontan am 9.5. den stattfindenden Aktionen angeschlossen haben. Wir sind überall nur auf positive Resonanz gestoßen mit unseren Aktionen und haben eine Welle des Friedens über diesen Kontinent gesendet. Die Energie die sich daraus entfaltet hat war großartig und wir wollen und dürfen sie nicht einfach wieder verpuffen lassen. Wir bekommen viele Fragen wie es weitergeht und das soll es, muss es auch. Für uns ist das European Peace Project nicht beendet. Zuerst werden wir nun die ganzen wunderbaren Aktionen von Euch sammeln, kuratieren und dokumentieren – wie versprochen in einer Galerie auf der Webseite und wir haben auch jemanden gefunden, der aus den ganzen Videobeiträgen einen Dokumentarfilm erstellen wird. Wir hoffen, dass wir beides, Film und Galerie, bis zum 15. Juli fertigstellen können. Falls Ihr es noch nicht getan habt, schickt uns also Eure Fotos und/oder Videos von Eurer Aktion am 9.5.12 an https://europeanpeaceproject.eu/upload/
Nächste Woche startet auf unserer Webseite die Auktion der Originale der für das European Peace Project entstandenen Arbeiten der Künstlerin Regina Bender – seht also unbedingt hinein und sichert Euch ein Unikat und einmaliges Zeitzeugnis unserer historischen Aktion zum 9. Mai 2025.
Weiterhin wollen wir Euch hier einige Impulse geben, wie Ihr weiter aktiv bleiben/werden könnt, denn Ihr seid die Akteure des European Peace Projects.
- Es gab viele Wünsche, die Manifest-Verlesungen, Aktionen, Friedensspaziergänge zu wiederholen – tut dies! Wenn Ihr einmal eine Aktion auf die Beine gestellt habt, könnt Ihr es wieder tun und es werden sicher weiter Gleichgesinnte, die mit ehrlichem Herzen für eine friedliche Zukunft auf diesem Kontinent einstehen, unterstützen. Wir schlagen vor, so wie diesen Mai, immer den 2. Freitag im Monat zu nutzen, um 17.00 auf dem Marktplatz/zentralen Platz eures Ortes/Stadt zusammenzukommen, um das Manifest wieder zu verlesen, zu singen, mit Performance und Kunst ein Zeichen zu setzen, dass wir entgegen der verbrecherischen Kriegspolitik der meisten EU Regierungen für das Versprechen der zukunftsweisenden Transzendierung der grausamsten Gewalterfahrung der Weltkriege, die mit der Charta der Vereinten Nationen gelang, einstehen.
- Um Euch gegenseitig auch ohne online-Zugang, in großen und kleinen Orten zu finden und unser Engagement für Frieden sichtbar zu machen, schlagen wir noch einmal vor permanent aus Euren Fenstern, Balkonen etc. Friedensfahnen zu hängen.
- Volksdiplomatie bzw. Delegationen nach Kiew und Moskau: Auf eine Initiative von Regierungen für ein Jugendwerk können wir nicht vergeblich warten, die schüren lieber Feindbilder. Also müssen wir es selbst in die Hand nehmen. Privat ist das schwierig, aber Vernetzung mit Gleichgesinnten hilft.
Am besten dafür ist die Suche nach noch existierenden deutsch/russischen Städtepartnerschaftsvereinen. Informationen dazu bekommen man u.a. hier:https://www.bdwo.de
Gute Arbeit macht auch nach wie vor das deutsch russische Forumhttps://www.deutsch-russisches-forum.de
Tatsächlich gab es in Zusammenhang mit unserem European Peace Project eine kleine Delegation von EU Abgeordneten nach Moskau unter Leitung von Michael von der Schulenburg, ehemals hochrangiger Diplomat, und Assistant Secretary der UN, seit den 1980er Jahren bis in die 2010er Jahre in zahlreichen Konflikt- und Kriegszonen, von Haiti, über Iran-Irak bis Sierra Leone und Afghanistan, auch in die Verhandlungen im März 2022 zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul eingebunden, jetzt im Europaparlament: https://www.youtube.com/watch?v=D-wWsQBqkzg
„Anlässlich dieses Jahrestages, der in Westeuropa am 8. Mai begangen wird, haben wir uns mit einem gemeinsamen Aufruf an alle unsere parlamentarischen Kolleginnen und Kollegen gewandt, sich nun für Frieden einzusetzen.“ Das ist eine phantastische Demonstration wie Parlamentarier Hand in Hand mit der Mehrheit der Europäischen Bevölkerung für die ursprünglichen Versprechen der europäischen Integration von Freiheit von Krieg, Armut und Not sowie Meinungsfreiheit verantwortungsvoll eintreten an diesem historischen Tag – Vielen Dank an Michael dafür!!!
Die deutsche Regierung hat, beschämenderweise, Russen von den 80-Jahr-Feiern zum Ende des 2. Weltkrieges ausgeschlossen. Europa-Abgeordnete wie Michael von der Schulenburg, Fidss Panayiotou (Zypern), Ondrej Dostal (Tschechien), sind darum nach Moskau gefahren und haben Blumen für den „unbekannten Soldaten“ niedergelegt. Danach wollen die Abgeordneten nach Kiew fahren. „Das Blutvergießen muss ein Ende haben!“ Michael von der Schulenburg hielt, am 9. Mai in Kooperation mit unserem European Peace Project auf dem Roten Platz die nachfolgende Rede:
Mit einer kleinen Gruppe von Mitgliederns des Europäischen Parlaments besuchten wir heute zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges das Grab des unbekannten Soldaten am Roten Platz in Moskau. Dieser Besuch sollte gerade für Deutschland von Bedeutung sein, denn der Soldat, der hier begraben ist, ist im Krieg gegen Nazi-Deutschland gefallen. So mahnt er auch uns Deutsche zum Frieden.
Der Soldat ist ein stummer Zeuge des ungeheuerlichen Blutzolls, dass Russland im Krieg gegen ein verbrecherisches Nazi-Deutschland gezahlt hatte. Fast jeder Zweite der 60 Millionen Toten dieses Krieges war ein Sowjetbürger, die große Mehrheit waren Russen.
Und so erfüllt es uns mit Scham, dass ausgerechnet in Deutschland, dem Land, das für so viele Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg verantwortlich war, Russen von Gedenkfeiern der Toten des Zweiten Weltkrieges ausgeschlossen wurden. Wir hätten doch gerade an diesem für das deutsch-russische Verhältnis so denkwürdigen Tag gemeinsam darüber nachdenken sollen, warum trotz der bitteren Erfahrungen der Vergangenheit sich Deutschland und Russland wieder kriegerisch gegenüberstehen.
Denn dieser Krieg hätte verhindert werden können, wenn wir bereit gewesen wären, mit Russland über die NATO-Ausweitung zu verhandeln. Nur, wo war da Deutschland? Und warum hatte Deutschland die ukrainisch-russischen Friedensverhandlungen im März 2022 nicht unterstützt? Das Istanbuler Kommuniqués war eine Glanzleistung der ukrainischen Diplomatie, und Russland hatte diese ukrainischen Friedensvorschläge angenommen. Der Krieg hätte also bereits nach einem Monat beendet werden können. Wie viele Opfer, wie viel Leiden, wie viel Zerstörungen wären vor allem den Ukrainern erspart geblieben.
Heute ist die neue deutsche Regierung im Begriff, die Friedensbemühungen des amerikanischen Präsidenten aktiv zu untergraben. Wenn dann gar der inzwischen designierte deutsche Außenminister erklärt, dass „Russland immer unser Feind sein wird“ und bedauert, dass die Taurus Marschflugkörper nicht vor Mai eingesetzt werden könnten, um Moskau anzugreifen, glaubt man sich in die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückversetzt. Einem Frieden wird uns diese deutsche Haltung sicherlich nicht näherbringen.
Diese Politiker, die sich für eine Fortdauer des Krieges einsetzen, sollten nie vergessen, dass es nicht ihr Blut oder das Blut Ihrer Kinder ist, dass hier vergossen wird, sondern das Blut on Ukrainern und Russen. Hass ist eben ein schlechter Ratgeber, mit Selbstgerechtigkeit gewinnt man keine Kriege und mit Waffen letztlich auch keinen Frieden.
Will Deutschland zum Frieden beitragen, muss es seine Außen- und Sicherheitspolitik völlig umstellen. Respekt, Zuhören und Verstehen eben auch eines Gegners sind hier die Zauberworte und nicht eine Taurus Rakete! Ein weiteres Blutvergießen, die zunehmende Zerstörung der Ukraine, die Aufrechterhaltung von Sanktionen und eine angebliche Erbfeindschaft zu Russland kann doch nicht im deutschen Interesse sein. Wir brauchen jetzt Diplomatie! Wir müssen den Weg zurückfinden zu einem Europäischen Friedensprojekt.“
Michael von der Schulenburg, MEP, 9. Mai 2025, Roter Platz in Moskau
- wir überlegen nach dem Beispiel von Hertenstein 1946 eine gesamteuropäische Integration von unten nach oben als Bürgerinnen dieses Kontinents neu zu starten und eine European Citizens Conference im September 2026 zu organisieren. Dazu halten wir Euch auf dem Laufenden.
- Unser European Peace Project ist auch ein Versuch die europäischen Friedensbewegungen zusammenzubringen uns uns auch wieder zu internationalisieren. Daher hier einige Empfehlungen von Petitionen oder anstehenden Aktivitäten
So einfach ist es Menschen für den Frieden zu motivieren: https://www.neinzumkrieg.eu/
Diese A-WEF Petition ist ein wichtiger Impuls für eine große Friedensbewegung. Ein erster Schritt, der zeigen soll, wie viele wir sind! Sodass es niemand mehr leugnen kann: Die Bevölkerung unseres Kontinents in Europa, in der ganzen Welt will keinen Krieg!
Deutschland darf sich nicht an die Seite der kriegsführenden Nationen der Welt stellen – Petition der Initiative World Beyond War
Weiterhin sind wir Mitglied und Unterstützer des Netzwerks „Stop Rearm Europe – Welfare not warfare!“, das man sowohl als Organisation wie auch als Einzelperson unterstützen kann und das zu einer Aktionswoche gegen die NATO-getriebene Aufrüstung während des NATO Gipfels in Den Haag vom 21.-26. Juni aufruft. Mehr Infos hier: https://stoprearm.org/
Hier nur als Auszug einige Stimmen, Videos vom 9. Mai und Vorschläge zur Anregung, die uns schon von TeilnehmerInnen erreicht haben
– Sarah, eine 6-jährige Erstklässlerin, hat mit ihren Freundinnen zusammen eine Herzchen-Bande gegründet. Die Mädchen falten Herzchen für den Frieden und verteilen diese in der Schule und allüberall in ihrem Ort und Umgebung. Sie sind der festen Überzeugung, dass Frieden einkehren wird, wenn sie ihre Herzchen verschenken. Eine Kranich (Zeichen der japanischen Friedens & Anti-Atom Bewegung) und Herzchen Faltaktion wurde am 9. Mai von vielen Menschen begeistert aufgenommen.
– von Ruth: „Ich bin 71 J., gehöre keiner politischen oder weltanschaulichen Gruppierung an und habe noch nie im Leben irgendeine öffentliche Aktion mitgemacht. Als Leib- und Atemtherapeutin erlebte ich vor allem die fürsorgliche Seite im Betreuen von Menschen (auch mit Kriegstraumas). Nach einer großen Erschöpfungsphase nach der Pensionierung habe ich mich endlich mit Kriegshintergründen beschäftigen können. Ich bin entsetzt und aufgeschreckt über die Art u Weise wie hierzulande offiziell über Konflikte (allem voran über den Ukrainekrieg) gesprochen und debattiert wird. Es lähmt oft. Eure Initiative hat mich ermutigt, mich gestern in meinem Schweizer Dorf (10 000 Einwohner) ganz alleine auf den Postplatz zu stellen und einfach laut diesen Text zu lesen. Ich habe dazu kleine weiße Röschen mit dem ausgedruckten Manifest verteilt. Es war eine sehr, sehr interessante zu wiederholende Erfahrung!! Im gewichtigen Argumentieren muss ich mich noch tüchtig schulen.“
Videobeispiele von Aktionen
Wien: https://www.youtube.com/watch?v=pvn23d2BG4A
Münster: https://www.facebook.com/share/v/1Bcxp98mdN/
Heidelberg: https://www.youtube.com/watch?v=42BmRc9DXRs
Berlin: https://www.youtube.com/watch?v=R2RcgeLBGAo
Bilder und Videos der tollen Aktion von friedlichzusammen in Berlin findet Ihr hier: https://www.instagram.com/friedlichzusammen/
Und diese tollen Video mit Bildern und persönlichem Einblick: https://www.youtube.com/watch?v=3TT6xBYbpNk
oder dieses https://www.youtube.com/watch?v=FVvrpVCw9yQ von einer Lettin als Beispiele von Personen die für sich das Manifest gelesen haben
Am 10.5.25 in Belgien wurde mit einigen aus unserem Team des European Peace Projects und Unterstützern eine „School of Peace“ an der Academia Libera Mentis https://liberamentis.org im Zusammenhang mit unserem European Peace Projekt gegründet, an der man sich als Friedensforscher ausbilden lassen kann.
Eine führende Zeitung in der Türkei, „Cumhuriyet Gazetesi“ hat einen langen Artikel über unser #europeanpeaceproject geschrieben https://www.cumhuriyet.com.tr/dunya/avrupa-baris-projesi-9-mayista-kitayi-barisa-cagirdi-2336934?fbclid=
Ein bekannter Kanal in Belgien hat hier berichtet: https://www.kairospresse.be/interview-regards-sur-le-european-peace-project-avec-ulrike-guerot/?fbclid=
Herzliche Grüße
Isabelle