Es gibt viele Möglichkeiten für den Frieden zu kämpfen!

Hier ein aktuelles Beispiel aus München:

Vor dem Haupteingang zum „PEP“, dem größten Einkaufzentrum in Neuperlach im Osten Münchens, suchten Akteure für Frieden und soziale Gerechtigkeit das Gespräch mit der Bevölkerung.

Der Standort wurde bewusst gewählt, denn in diesem Bereich wohnen viele „Normalverdiener“, „arme Rentner“ und „Sozialhilfeempfänger“, also viele Menschen, die die Maßnahmen der Ampel-Bundesregierung böse trifft.

Hier ein Video von der Aktion: https://youtu.be/X1Cr9AUEx74

Fotos (aus dem Video): aufstehen München

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Hier ein aktuelles Beispiel aus Leipzig:

Teilnehmerinnen und Teilnehmer von aufstehen Leipzig und „Leipzig gegen Krieg“ bei einer Aktion auf dem Weihnachtsmarkt. Dazu wurden entsprechende Flugblätter verteilt. Fortsetzung folgt.

Foto: Aktion: Weihnachtsmarkt in Leipzig

Nachmachen erlaubt!

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Hier ein aktuelles Beispiel aus Sachsen-Anhalt:

Ihr Lieben,

wegen meiner Weigerung, ein Bußgeld von 500,- Euro an die Staatskasse abzuführen soll ich nun für 20 Tage in Erzwingungshaft.
Zur Erinnerung: Am 18. 09.2020 betrat ich mit fast 30 Personen Europas modernsten Kriegsübungsplatz (https://de.wikipedia.org/wiki/Gefechts%C3%BCbungszentrum_Heer).

Jeder Mensch, der als Soldat zu Auslandseinsätzen abkommandiert wird (freiwillig wie unfreiwillig), durchläuft auf diesem Truppenübungsplatz ein spezifisches Trainingsprogramm zur Ausbildung an den modernsten tödlichen Waffen, die die Bundeswehr besitzt.

Seit Jahren gibt es schon Proteste dagegen.

Am 28.10.21 wurde ich vom Amtsgericht Bonn zu einer Geldbuße von 500,- Euro wegen einer Ordnungswidrigkeit verurteilt. Ich hatte mich auf rechtfertigenden Notstand nach §34 Strafgesetzbuch angesichts der z.T. völkerrechtwidrigen militärischen Einsätze und ihren desaströsen Folgen für die betroffene Bevölkerung (siehe z.B. Kosovo, Afghanistan, Horn von Afrika, Mali) – deren Scheitern war ja schon damals abzusehen – berufen. Die Antwort des Richters in seinem Urteil: „Einen Rechtfertigungsgrund stellen sie keinesfalls dar“. Wegen juristischer Aussichtslosigkeit habe ich auf weitere Rechtsmittel damals verzichtet.

Auf die mehrmalige Aufforderung der Staatsanwaltschaft Bonn, mein Bußgeld zu bezahlen, begründete ich meine Weigerung mit einem Gewissenskonflikt. Als Kompromiss hatte ich die Zahlung des Bußgeldes an Connection e.V.
(https://de.connection-ev.org/) vorgeschlagen. Auf diesen Vorschlag ist weder das Amtsgericht, noch die Staatsanwaltschaft eingegangen.

Voraussichtlich werde ich vom 8.12. -27.12.22 in der JVA Bützow in Haft sein. Ihr könnt meinen Protest gegen die zunehmende Militarisierung und Fixierung militärischer Lösungen unter Vernachlässigung ziviler Konfliktlösungsstrategien, folgendermaßen unterstützen:

  • Schreibt höflich an die Staatsanwaltschaft (mit Kopie an mich und evtl. mit Kopie ans Amtsgericht Bonn), dass Ihr meinen „Protest hinter Gittern“ unterstützt. Ich bin allerdings kein Opfer der Justiz, sondern habe mich bewusst für diesen Schritt entschieden, um auf die zugespitzte Dramatik unserer Militärpolitik hinzuweisen. Jetzt wird z.B. immer deutlicher, dass durch die immense Aufrüstung die selbst gesteckten Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels klar verfehlt werden. Skandalös ist, dass die CO2 Emissionen, die durch das Militär verursacht wird, noch nicht einmal in den Berechnungen berücksichtigt werden.

  • Ihr könnt gerne meinen Protest verbreiten, allerdings bitte so, dass mein Protest hinter Gittern nichts außergewöhnliches ist, sondern Teil des gewaltfreien zivilen Widerstandes, der überall auf der Welt praktiziert wird, für viele mit größeren Folgen als für mich.

  • Ihr könnt gerne auch verschiedene Bundestagsabgeordnete, besonders die aus MV, auf die Berechtigung meines Protestes hinweisen und sie auffordern, mich in dieser Zeit mal zu besuchen.

  • Kommt zur Mahnwache am 8.12.22 vor die JVA Bützow.

  • Natürlich können auch zwischen dem 9. und 26.12.2022 – selbst organisiert vor dem Gefängnis – kleine Aktionen stattfinden.

  • Ich freue mich über Post in die JVA. Wenn ich zurückschreiben soll, legt bitte eine Briefmarke 0,85 Euro bei.

        Adresse:
        Ernst-Ludwig Iskenius
        JVA Bützow
        Kühlungsborner Str. 29a
        18249 Bützow

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Foto: Mahnwache am 8.12.2022 vor der JVA Bützow

→ Ihr habt in den letzten Tagen immer wieder an Elu im Gefängnis gedacht, Briefe geschrieben, seid zu einer Mahnwache für ihn und gegen Militär und Aufrüstung gegangen (z.B. in Bonn, Hamburg oder Bützow) oder habt an eurem Ort zuhause gewirkt.

→ Elu hat aus dem Gefängnis geschrieben: „Auch muss ich wohl noch lernen, … nicht nach Außen agieren zu können. Das wird hier die größte Herausforderung sein und auch ein gutes Übungsfeld. Es gelingt mir allerdings nur, weil ich weiß, dass Andere „das Agieren nach Außen“ übernehmen und unsere Botschaften weiterverbreiten.“

→ Wir möchten euch zu der Haftentlassung von Elu am Dienstag, den 27.12.2022 um 8 Uhr einladen (Entlassungszeitraum ist von 8 – 9 Uhr, aber manchmal wollen sie die Aktivist*innen möglichst schnell wieder los werden. Deswegen ist es gut, wenn wir früh da sind.)

Hinweis: Auch wenn auf den Fotos kein aufstehen-Symbol zu sehen ist, so sind doch zahlreiche aufstehen-Akteure beteiligt.