aufstehen bei den Ostermärschen 2021

Wer sich, wie in der Pandemie so häufig beteuert, wirklich um das Leben und die Gesundheit der Menschen sorgt, muss sich auch glaubhaft für Frieden, Abrüstung und einen längst überfälligen sozialen Wandel einsetzen. Mit Abstand und Maske schlossen sich bei den traditionellen Ostermärschen deutschlandweit aufstehen-Aktionsgruppen den lokalen Friedensbündnissen an.

Ungefähr 1.000 TeilnehmerInnen aus mehr als 50 Gruppen und Organisationen nahmen heute am Berliner Ostermarsch teil – und Aufstehen war auch wieder dabei!
Mit Fahnen, neuem Demoschild, Flyern und Aufklebern machten 20 AufsteherInnen aus Berlin und Brandenburg deutlich, dass sie gegen eine weitere Aufrüstung und für ein friedliches Miteinander eintreten.
Gemeinsam forderten die RednerInnen und TeilnehmerInnen, die atomare Aufrüstung zu beenden und die Anschaffung von neuen Flugzeugen zum Transport von Atombomben abzulehnen. Viele der Transparente sprachen sich gegen die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr aus und forderten abzurüsten, statt aufzurüsten.
Musikalisch wurde die Auftaktkundgebung von der Gruppe „Querbeet“ begleitet.
Es war schön, sich wieder einmal persönlich zu begegnen – mit Masken und Abstand natürlich – und der Austausch mit den TeilnehmerInnen aus anderen Gruppen war auch wieder sehr lebendig.
Gemeinsam sind wir stark!

Ostermarsch Rhein-Ruhr 2021 mit Aufstehen
Am Ostersamstag, 03.04.2021, fand neben einigen wenigen Präsenzveranstaltungen in anderen Städten auch ein Teil des Ostermarsches Rhein-Ruhr in Düsseldorf statt. Hier trafen sich die Düsseldorfer und die Duisburger Aufsteher*innen um 14:00 Uhr vor dem DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Str., um von dort mit ca. 240 Teilnehmer*innen gemeinsam zur Reuter-Kaserne am Schlossufer zu marschieren.
Die Vorbereitung erfolgte u.a. durch Materialien, die bei der Friedenskooperative bestellt und zusätzlich mit Aufstehen-Logos versehen worden waren. Außerdem waren wir mit Aufstehen-Fahnen ausgestattet. Auch wenn unser Marsch hinsichtlich der Teilnehmerzahl nicht vergleichbar war mit den Ostermärschen in Vor-Corona-Zeiten, war doch die erlaubte Teilnehmer*innenzahl ausgeschöpft! Sehr diszipliniert und friedlich bewegte sich der Zug langsam in Richtung Schlossufer, wo eine Abschlusskundgebung stattfand, auf der neben einem Vertreter des Friedensforums Düsseldorf und einer Gewerkschaftssekretärin von Ver.di auch die Europa-
Abgeordnete der Linken, Özlem Demirel, eine Ansprache hielt. Sie erinnerte daran, dass Deutschland in besonderem Maße eine Verantwortung für den Frieden trage und wies darauf hin, die Bundesparteien dazu aufzufordern, den Wehretat einzufrieren, Waffenexporte zu verbieten und so bald wie möglich den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Dieser sei bereits von 50 Staaten weltweit unterschrieben, bisher allerdings
noch von keinem NATO-Staat!
Entsprechende Petitionspostkarten stehen bei Aufstehen Düsseldorf noch zur Verfügung und können dort vor der Bundestagswahl unter +49 176 500 75 885 angefordert werden. Gegen 16:45 Uhr endete die Ostermarsch-Veranstaltung in Düsseldorf genauso friedlich wie sie begonnen hatte.
Eva Schaake-Feldhaus (Aufstehen Düsseldorf)

Fotos von der Ansprache der Gewerkschaftsvertreterin, Angelika Wagner, auf der Ostermarsch-Kundgebung in Duisburg. Außerdem als Redner im schwarzen Mantel zu sehen: Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Herausgeber der Kasseler Schriften zur Friedenspolitik, Mitarbeiter in der Berliner Friedenskoordination und Beirat der informationsstelle Militarisierung.
Eva Schaake-Feldhaus (i.A. für Aufstehen Duisburg)
Der Leipziger Ostermarsch begann am Ostersonnabend mit einer Kundgebung auf dem Markt.
Mit ihren Friedensforderungen versammelten sich dort neben aufstehen Leipzig Vertreter von Leipzig -gegen -Krieg und der DfgVK, auch die Initiative Leipzig bleibt friedlich, die Bürgerinitiative „Gute Nachbarschaft mit Russland“ und Mitglieder der DKP und MLPD.
Nach verschiedenen Ansprachen und Musik startete eine einstündige Fahrraddemo durch die weitere Leipziger Innenstadt mit mehreren Stopps und kurzen Ansprachen an Orten, denen in Kampf für Frieden und gegen Krieg eine besondere Bedeutung zukommt, wie dem Willy -Brandt-Platz, dem Rekrutierungsbüro für die Bundeswehr und vor dem Konsulat der USA.
Die Regionalgruppe Saarlouis-Dillingen-Merzig-Wadern beteiligte sich am diesjährigen Ostermarsch Saar, der coronabedingt zwar nur als Standkundgebung (Platz vor dem Saarbrücker Staatstheater) stattfand, doch traditionell auch 2021 am Ostersamstag durchgeführt wurde. Es beteiligten sich etwa 120 Personen. Oberthema des diesjährigen Ostermarschs Saar war die Forderung nach einem Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag. Unsere Regionalgruppe legte den thematischen Schwerpunkt zum einen auf den Skandal, dass die Militärausgaben auch in der Pandemie steigen, während gleichzeitig Kliniken geschlossen werden und Geld für Soziales fehlt. Der weitere Fokus lag in der Forderung nach einer Schließung der US AirBase Ramstein, vor der Haustür des Saarlands. Ramstein funktioniert eben nicht nur als Relaisstation für den Drohnenkrieg der USA, sondern auch als Drehkreuz für die gesamte US-Kriegslogistik Richtung naher und mittlerer Osten sowie als Sitz mehrerer hoher US/NATO-Kommandostäbe. Diese Militärbasis wäre aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen ein bevorzugtes Ziel in einem Krieg mit Russland. Die Bundesregierung hat die Möglichkeit, den Nutzungsvertrag mit den USA mit einer Frist von zwei Jahren zu kündigen. Darauf haben wir hingewiesen
Aufstehen Regionalgruppe Saarlouis-Dillingen-Merzig-Wadern

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