Anschlag auf den Weihnachtsmarkt (Alter Markt)

in der Landeshauptstadt Magdeburg am 20. Dezember 2024


Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer*innen des BUND, des
Umweltschutzes und des Friedens,
gestern Abend ereignete sich auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt ein
schrecklicher Anschlag. Es gibt wichtige Informationen an anderer
Stelle, dazu unten ein paar Links.
Von unserer Seite ein eigenes Angebot und Hinweise auf Möglichkeiten
stiller Trauer, sich auszutauschen, Fragen zu stellen usw.
Das Format unserer Weihnachtsfeier am heutigen Samstag in der Innenstadt
verändern wir und bieten ein Rede- und Trauer-Café im in:takt an.
Menschen brauchen Austausch, suchen Orientierung, Halt.
Wir sind ruhig und besonnen und lasse uns nicht irre machen.
Unser Netzwerk ist stark, friedlich und solidarisch.
Hass und Falsch-Infos geben wir keinen Raum.
Wir sind FÜReinander da und nehmen uns Zeit.
Rede- und Trauer-Café
heute, Samstag,  21.12.2024
von 16 bis 19 Uhr
im in:takt,
Breiter Weg 32-34,
39104 Magdeburg
🍀🐞Es entstehen keine Kosten.
Verpflegung ist da.
Jede*r kann gern einen Lieblingssaft, die Früchte eines Gartens oder ein
paar selbst gebackene Plätzchen mitbringen.
Kerzen, Symbole des Friedens, der Solidarität und der Freundschaft sind
willkommen.
Unser Rede- und Trauer-Café findet komplett ohne Drogen statt (kein
Alk-Bier, kein Punsch mit Alk, kein Alk-Wein, kein Schnaps, kein Hasch,
kein Kiff, kein Schniff, …)
… für ein gutes Leben für alle  💚❤️
Liebe Grüße
Hartmut Koblischke,
Vorsitzender BUND Magdeburg

Opferzahl nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt gestiegen | Watch


Wir trauern um die Opfer des Anschlages auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg

Am Abend des 20. Dezember 2024 gab es auf dem Weihnachtsmarkt (Alter Markt) in der Landeshauptstadt Magdeburg einen Anschlag.
Nach bisherigen Angaben raste ein 50jähriger Arzt aus Bernburg (ebenfalls Sachsen-Anhalt) in einem Audi Q7 mit hoher Geschwindigkeit gezielt durch die Fußgängerzone im Märchen-Bereich des Weihnachtsmarktes, in dem besonders viele Familien unterwegs waren.

Christine Meier, Vorstandsmitglied des aufstehen Trägervereins Sammlungsbewegung e.V. und wohnhaft in Magdeburg sagt:
„Wir sind zu tiefst erschüttert und mit unseren Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Was hier in Magdeburg auf dem Weihnachtsmarkt passierte, war schrecklich, unfassbar.
Unser Dank gilt allen Einsatz- und Hilfskräften vor Ort und in den Krankenhäusern der Stadt sowie allen, die bei der Versorgung der Opfer auf dem Weihnachtsmarkt unterstützt hatten.“

Hartmut Koblischke, Mitglied des aufstehen-Basisrates und ebenfalls Magdeburger ergänzt: „Ich war zum Tatzeitpunkt selbst mit Familie und befreundeten Menschen im Stadtzentrum ganz in der Nähe. Es hätte auch uns treffen können. Eine beängstigende Vorstellung.
Aber wir lassen uns nicht einschüchtern, zeigen Solidarität, leiten wichtige Infos weiter und klären gegen Falschaussagen auf. Weiterhin beraten wir, Angebote mit der Bevölkerung zu organisieren. Ein Gesprächs-Café und eine Solidaritätskundgebung sind in der Diskussion.“

Die Stadtverwaltung wird vor dem Westportal der Johanniskirche eine Möglichkeit schaffen, um innezuhalten und somit in unmittelbarer Nähe des Tatortes trauern und Blumen niederlegen zu können. Zudem wird es am Samstagabend (21.12.2024) um 19:00 Uhr im Dom eine Gedenkstunde geben, um als Stadtgesellschaft in diesen schweren Stunden zueinanderzustehen.

Als Zeichen der Trauer bleiben in der Landeshauptstadt Magdeburg alle städtischen Kultureinrichtungen, darunter das Theater, das Puppentheater und die Museen, in den kommenden Tagen geschlossen.

Da der gesamte Bereich rund um den Alten Markt abgesperrt und ein Tatort ist, wird darum gebeten, diesen weiträumig zu meiden.

+ + + Aktuelle Lagemeldung der Polizei + + + Stand 21.Dezember 2024 – 02.00 Uhr + + +

+ + + 2 Todesopfer // 15 Schwerstverletzte // 37 mittelschwer Verletzte // 16 leicht Verletzte + + + ein Tatverdächtiger in Gewahrsam + + + 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz mit 3 Zügen der Berufsfeuerwehr und 4 Züger der Freiwilligen Feuerwehren // 50 Kräfte des Rettungsdienstes.

(Stand: 21.12.2024, 12 Uhr)