Liebe Friedensbewegte,

Zu den jüngsten ISTgH Haftbefehlen und den Verbrechen in Gaza mit deutschen Waffenlieferungen:

https://www.zdf.de/phoenix/phoenix-vor-ort/phoenix-istgh-haftbefehle-und-deutschlands-rolle-100.html

Bitte diese Bundespressekonferenz mit enthüllenden Tatsachenberichten  anschauen !!!!! und weiterverbreiten!!!

Der Nahe Osten im Dauerkrieg: auch wieder hier:

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Dort übersetzt

Aus:   https://thecradle.co/articles/a-surprise-assault-on-syria-but-can-it-last

Ein überraschender Angriff auf Syrien, aber kann er von Dauer sein?

Die Welle feindlicher Destabilisierungstricks sprang diese Woche aus dem Libanon nach Syrien, wobei ein Schwarm von außen unterstützten Extremisten in Aleppo einbrach. Israel warnte, dass Syrien als nächstes dran sei, aber können die Militanten heute fast ein Jahrzehnt lang nicht erreichen, was sie nicht erreichen könnten?

NOV 30, 2024

In seiner Rede, in der er Israels Zustimmung zu einem Waffenstillstand mit dem Libanon ankündigte, machte Premierminister Benjamin Netanyahu eine direkte Bedrohung für den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und warnte ihn vor „mit Feuer spielen“. Diese Worte kamen nur wenige Stunden, bevor bewaffnete Terrorgruppen aus Idlib eine Schockoffensive auf Stellungen der syrischen Armee in der Deeskalationszone in der westlichen Landschaft von Aleppo starteten. Die Operation wird von Hayat Tahrir al-Sham (HTS), der umbenannten Inkarnation der Al-Nusra Front – oder Syriens Al-Qaida-Franchise – angeführt von Abu Muhammad al-Julani, unter Beteiligung anderer internationaler Terrororganisationen wie der Turkistan Islamic Party (TIP), angeführt.

Die Armee bereitet sich darauf vor, Aggression abzuschrecken

Am Morgen des 27. November starteten bewaffnete Extremisten gewalttätige Angriffe auf Stellungen der syrischen Armee in der Nähe des 46. Regiments und in Richtung der Dörfer Orem al-Kubra, Orem al-Sughra, Basratun, Anjara und Umgebung, die nicht weit von der Autobahn M5 Aleppo-Hama-Damaskus entfernt liegen.

Bei ihrem ersten Überraschungsangriff konnten die Militanten im Rahmen einer Operation namens „Abschreckung der Aggression“ in eine Reihe von Dörfern eindrangen, die syrische Armeekräfte evakuiert hatten, um den Bruch einzudämmen, was eine eklatante Verletzung der Deeskalationsabkommen zwischen der Türkei, Russland und dem Iran 2019 darstellt.

Der Umfang der Kämpfe dehnte sich schnell auf der internationalen Straße und in die Stadt Aleppo aus. Eine türkische Sicherheitsquelle, die von dem von Katar finanzierten Middle East Eye zitiert wird sagte, dass das Ziel der von HTS und ihren Verbündeten gestartete Militäroperation die Erholung der von den syrischen Streitkräften mit Unterstützung Russlands während der Kämpfe von 2017 bis 2020 gewonnenen Positionen ist.

Die Militanten behaupten, dass die „Verletzungen“ der syrischen und russischen Armee gegen die Deeskalationsvereinbarungen – und ihre Intensivierung der Angriffe auf Idlib – diese Militäroperationen veranlassten, um ihre Kontrolle über diese Gebiete wiederzuerlangen. Sie sagen, dass der Rückzug der syrischen Armee in Aleppos Westen der Militanten den Anstoß gegeben habe, weitere Angriffe auf den ländlichen Osten Idlibs zu starten.

Innerhalb von drei Tagen konnten bewaffnete extremistische Gruppen das Herz von Aleppo erreichen und eine Ausgangssperre für 24 Stunden ausrufen. Als sich die Konfrontationen intensivierten, starteten syrische und russische Kampfflugzeuge eine Reihe von gewalttätigen Überfällen auf Standorte von HTS und Turkestani und Versorgungsleitungen in Darat Azza, Al-Atareb, Sarmin und anderen Gebieten. Diese Luftangriffe dauern immer noch an, wobei Videoaufnahmen schwere Verluste in den Reihen der extremistischen Fraktionen zeigen, und mehreren Medienquellen, die die Todesfälle von mehr als 200 Mitgliedern von HTS und anderen militanten Gruppen in den Regionen Aleppo und Idlib bestätigen.

Die Ausweitung der Luftangriffe der syrischen und russischen Streitkräfte führte am Donnerstagmorgen zu einer Ruhepause in der Felddynamik von HTS, da die Gruppe sowohl menschliche als auch materielle Verluste erlitt. Quellen an der Front zeigen auch die Ankunft riesiger militärischer Verstärkungen in der Hauptkonfrontationszone, die sich über ein Gebiet von mehr als 26 Kilometern im Westen Aleppos erstreckt – syrische Truppen und Vorräte, die einen Gegenangriff planen, um den Status quo wiederherzustellen. Militärexperte Haitham Hassoun erklärt The Cradle, dass sich die syrische Armee in einer Tiefe von 7 bis 8 Kilometern in der Vorbereitung auf die Durchführung des Gegenangriffs in den hinteren Verteidigungslinien neu gruppiert hat

Wie lief die Vorbereitungen?

In Wirklichkeit war die HTS-Operation keineswegs eine spontane Offensive, sondern eher das Ergebnis jahrelanger Vorbereitungen, die vom US-amerikanischen und türkischen Geheimdienst angeführt wurden, um die Reihen verschiedener extremistischer Fraktionen im Norden Syriens zu vereinen. Dieses Projekt fand unter der direkten Aufsicht der türkischen Armee statt, die darauf abzielte, die militanten Gruppen in Idlib und der Landschaft von Aleppo zusammenzutreffen und die Entscheidungsfindung hauptsächlich in die Hände von zwei Parteien zu legen: der sogenannten Syrischen Nationalarmee (SNA), die Ankara treu ist, und Hay’at Tahrir al-Sham, der Al-Qaida-Ableger in Syrien.

In dieser Reihe von Terror-Outfits befinden sich die turktischen und uigurischen „jihadistischen“ Gruppen, die in erster Linie als Angriffskräfte bei bestimmten Militäroperationen eingesetzt werden und weitgehend die Interessen ihrer US-amerikanischen und türkischen Geldgeber erfüllen.

Der Militärexperte, Brigadegeneral Haitham Hassoun, bestätigt, dass die Vorbereitungen für den Start dieser Operation „vor langer Zeit“ begannen und dass die teilnehmenden Gruppen vor etwa anderthalb Monaten einen gemeinsamen Operationsraum eingerichtet haben. Er glaubt, dass die Militanten von „fehlgeleiteten“ und elektronischen Kriegsmedienoperationen die , um ihre Absichten und Bewegungen sowie durch türkische Besatzungstruppen in Syrien in den Tagen vor der Schockoffensive zu tarnen. Die Militanten profitierten weiter von raffinierten Informationen, die ihnen halfen, bestehende Schlupflöcher am Boden auszunutzen, und waren sich der Vakuum in den Positionen der syrischen Armee bewusst, was dann zu diesem Bruch und Verwirrung in den Verteidigungslinien führte.

Wer hat die Entscheidung getroffen, und was ist das Ziel?

Die heutigen Szenen in Idlib und Aleppo erinnern die Syrer an eine Zeit, von der sie dachten, dass sie sie nach der Befreiung von Aleppo 2016 und den Deeskalationsverständnissen von 2019 hinter sich gelassen hätten. Aber diese hart erkämpften Vereinbarungen waren immer zerbrechlich geblieben, da Turkiye sich seinen Verpflichtungen entzog, die M5-Gegend von terroristischen Gruppen zu säubern. Die Militanz im Norden Syriens diente Ankaras Interesse, den Druck auf Damaskus aufrechtzuerhalten. Er erklärt auch die bewaffnete Operation in dieser Woche – eine Aktion, von der die Türken glauben, dass sie die syrische Regierung zwingen wird, unter Beschuss in Verhandlungen einzutreten, insbesondere wenn bewaffnete Extremisten nach Aleppo zurückkehren oder die kritische internationale Route abbrechen.

Auf der anderen Seite könnte ein Ziel der Operation die Entscheidung der USA sein, einen Konfliktstand in der Region aufrechtzuerhalten und den Druck auf Russland und seine regionalen Verbündeten vor der Rückkehr des designierten Präsidenten Donald Trump ins Weiße Haus zu lenken.

Wie viele Kommentatoren betont haben, wurde die Militäroperation in direkter Folge von Netanjahus expliziten Drohungen in seiner Rede in dieser Woche gestartet und ist wahrscheinlich mit Israels regionalem Krieg und Tel Avivs Entschlossenheit verbunden, die syrische Route für Mitglieder der Widerstands-Axiskation zu verschärfen. Die Offensive scheint mit dem NATO-Mitglied Turkiye unter der Leitung türkischer Besatzungsbehörden und Geheimdienste

In einer vorläufigen Schätzung geschieht dies eine Rückkehr zur Situation vor 2019, eine erneute Invasion, die effektiv darauf abzielt, alle Errungenschaften des Astana-Friedensprozesses zum Entgleisen zu bringen. Im Gegensatz dazu verdient dies nichts weniger als eine ebenso freche und unerwartete Reaktion: eine syrische Militär-Gegenoff-Offensive, die nicht nur die Positionen zurückfordert, die die syrischen Armeekräfte vor einigen Tagen innehat, sondern eine, die entscheidend bis zu Darat Izza und darüber hinaus bis zum Grenzübergang Bab al-Hawa mit Turkiyedrängt.die gesamten Gouvernements unter Kontrolle der syrischen Regierung.

Was als Schockangriff begann, könnte eine Gelegenheit geschaffen haben, den Schwebezustand im Norden des Landes am Ende des syrischen Krieges zu beenden, Damaskus und seinen Verbündeten eine Möglichkeit zu bieten, unproduktive Deeskalationsverständigungen zu umgehen und dem syrischen Staat eine legitime, rechtliche und moralische Rechtfertigung zu geben, um alle Gebiete von Terrororganisationen zu befreien.

Bis oder solange dies nicht geschieht, bleiben West-Aleppo und Ost-Idlib aktive Schlachtfelder. Laut informierten Quellen dürften die Militanten jedoch aus mehreren wichtigen Gründen nicht lange in einer vorteilhaften Position bleiben.

Die erste ist die bevorstehende Ankunft großer syrischer Militärverstärkungen in der Region, die Aleppo nicht in die Hände von außen unterstützten Extremisten fallen lassen wird. Zweitens sind diese von den USA und der Türkei unterstützten militanten Gruppen heute weniger wahrscheinlich, ihre Ziele zu erreichen als in den frühen Kriegsjahren aufgrund seismischer politischer und wirtschaftlicher Verschiebungen in Europa, die die Wiederbelebung des Syrien-Konflikts und eine weitere Flut von Flüchtlingen an seine Grenzen fürchten.

Drittens ist Damaskus in die arabische Seite zurückgekehrt, indem es wieder in die Arabische Liga aufgenommen hat und von mehreren Staaten des Persischen Golfs begrüßt wurde. Diese Hauptstädte sind nicht mehr daran interessiert, die Dschihadisten zu unterstützen, den Krieg zu resüven oder den Libanon und den Irak, die direkten und verbundenen Nachbarn Syriens, in diesem Moment zu destabilisieren. Sie sind auch nicht daran interessiert, die syrische Militärarena wieder für iranische Berater oder Streitkräfte zu öffnen.

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Nähere Hintergründe aus dem US/Israel Machtpoker um Syrien im Kontext zum Gaza-Krieg

https://freedert.online/der-nahe-osten/228142-im-gegenzug-fuer-bruch-mit/

LG

G. (Der Verfasser ist der Redaktion bekannt.)

Im Anhang ein Aufruf zur Kölner Demo am 7.12.2024 (Samstag)


Die Eskalation in Nahost -in Palästina/Gaza/Libanon- das Töten und das Leid der Menschen muss ein Ende haben: Menschenwürde für alle Menschen!

Sofortiger dauerhafter Waffenstillstand in Gaza und Libanon

Aufhebung der Besatzung von Gaza und Westjordanland

Rücknahme des UNRWA-Verbots

Freilassung der Geiseln und der palästinensischen Gefangenen

Hunderte von Bürgern in Köln haben in den vergangenen Wochen einen ‚Brandbrief‘ an Kölner Bundestagsabgeordnete unterzeichnet, weil sie die Haltung der Bundesregierung – „Wir haben Waffen geliefert, und wir werden Waffen liefern“ (Bundeskanzler Scholz im Bundestag) – nicht akzeptieren!

Anstatt zur Eskalierung des Krieges und zum Genozid der Palästinenser beizutragen, benötigen wir Druck auf Israel:
Stopp aller Waffenlieferungen
Anerkennung Palästinas
Aussetzung des Assoziierungsabkommens mit Israel

60% der Menschen in Deutschland sind gegen weitere Waffenlieferungen an Israel (Forsa-Umfrage für den stern). Jede sich selbst als demokratisch bezeichnende Regierung ist verpflichtet, diese eindeutige Mehrheitsentscheidung der Bevölkerung umzusetzen. Gleiches
gilt für die UN Resolutionen und Entscheidungen des internationalen Gerichtshofs zum Ende der Besatzung.
Dieser Meinung muss Gehör verschafft werden! Deshalb rufen wir auf

Demonstration: Samstag 07.12.2024 in Köln
Auftaktkundgebung 14.00 Uhr
Breslauer Platz(Hauptbahnhof, Nord-Ost-Seite)

Es ruft auf die Palästina-Koordination Köln mit:
Paläst. Gemeinde Köln, Deutsch-Palästinensischer Frauenverein, Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem, Café Palestine Colonia, Partnerschaftsverein Bonn-Ramallah, IPPNW Köln, Kölner Friedensforum, DFG-VK, Nachdenkseiten Köln, Was tun Köln, Mera 25

Fakten:
 In Gaza ist die Zahl der Toten inzwischen auf über 43.000 angestiegen. Im Libanon sind auch schon über 3000 Menschen gestorben und über 1 Mio. auf der Flucht.

 Täglich sterben im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus unzählige Zivilisten; auch Krankenhäuser und UN-Blauhelmtruppen UNIFIL im Libanon wurden immer wieder beschossen.

 Das israelische Parlament hat das UN-Hilfswerk UNRWA, die wichtigste Hilfsorganisation in Gaza, verboten. Das bewusste Vorenthalten von humanitärer Hilfe, von Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung durch Israel bedroht das Leben Hunderttausender in Gaza.

 Um die Befreiung der israelischen Geiseln scheint es Netanjahu nicht mehr zu gehen, denn Freilassung von Geiseln gab es nur in einer Phase des Waffenstillstands, von dem Netanjahu und seine Regierung nichts wissen will.

 Südafrika hat am 29.12.2023 Israel vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag wegen Völkermord in Gaza angeklagt. Diese Klage wird von 32 Staaten unterstützt – u.a. die EU-Staaten Belgien, Irland und Spanien. Und in der Klage Nicaraguas gegen Deutschland vor dem IGH wurde Deutschland ermahnt, „in Zukunft alle völkerrechtlichen Übereinkommen bei der Lieferung von
Waffen an Israel einzuhalten.“
Im Juli veröffentliche der IGH ein Gutachten, in dem Israel aufgefordert wurde, die Besetzung der Palästinensergebiete „so schnell wie möglich zu beenden“.

Diese Beschlüsse und Gutachten des internationalen Gerichtshofs (IGH) und genauso die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats für einen Waffenstillstand werden von der Regierung Netanjahu ignoriert. Stattdessen hat das Israelische Parlament noch im Juli explizit beschlossen, dass es einen palästinensischen Staat ablehnt.

 Die im Bundestag beschlossene „Antisemitismus Resolution“ beschneidet die freie Meinungsäußerung hier in Deutschland und wird auch von vielen jüdischen Organisationen und Persönlichkeiten kritisiert.

 Um ernsthafte Verhandlungen über einen gerechten Frieden in Nahost führen zu können, ist die Anerkennung eines unabhängigen Staates Palästina durch alle europäischen Staaten wichtig, um das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes zu unterstreichen. Spanien, Irland, Slowenien, Norwegen sind diesen Schritt bereits gegangen

 Das Assoziierungsabkommen zwischen Israel und der EU sichert Israel wirtschaftliche Vorteile und könnte ein wichtiges Druckmittel sein.

Unterstützt auch:
 die Petition „Für einen gerechten Frieden in Gaza. Waffenexporte stoppen & Hilfsblockade beenden!“
www.gerechter-Frieden.org

 den Offenen Brief aus Wissenschaft und Kulturbereich an die Bundesregierung „Deutschland muss umgehend aufhören, die Vernichtung von Palästinenser:innen zu unterstützen“
(https://drive.google.com/file/d/1sAtEstiz5Nc4wQDNyyjiRS9d2U1dvEuv/view )

Kontakt: palaestina-koordination-koeln@mailbox.org