IMI-Kongress 2024
15. bis 17. November 2024
in Tübingen

Liebe Friedensfreunde und Freundinnen,
mit dieser Mail möchten wir euch auf unseren Kongress im November hinweisen. Wir würden uns freuen, wenn ihr in eurem Kreis auf ihn aufmerksam macht. Gern könnt ihr auch Material (Flyer oder Plakate) von uns bekommen – sprecht uns gern an! Falls ihr eine Homepage habt, würden wir uns natürlich sehr freuen, wenn ihr temporär das beigefügte Banner dort platziert und mit unserer Webseite verlinkt (dort finden sich auch weitere Informationen und Materialien zum Kongress sowie bald auch Sharepics).
Wir planen unseren Kongress auch über einen Live-Stream zugänglich zu machen, sodass wenn dem ein oder anderen/der einen oder anderen Tübingen ein wenig weit erscheint, um persönlich zum Kongress zu kommen, so doch eine Möglichkeit besteht, daran teilzuhaben (siehe unten).
IMI-Kongress 2024:
ZEITENWENDE IN BILDUNG UND HOCHSCHULE – 15. bis 17. November 2024 (Tübingen)
Fast unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verkündete der deutsche Bundeskanzler Scholz die „Zeitenwende“; seit dem versucht die Politik, die Gesellschaft „kriegstüchtig“ zu machen. Während im Parlament hierzu große Mehrheiten bestehen, das Sondervermögen samt Grundgesetzänderung ungehindert verabschiedet werden konnte, ist bei weiteren Initiativen zur „Kriegstüchtigkeit“ mit größeren Widerständen zu rechnen – auch weil die Gesellschaft als Ganzes oder in einzelnen Bereichen mitspielen muss.
Besondere Umbrüche stehen u.a. im Bereich Bildung und Wissenschaft bevor. So bestehen verschiedene Initiativen, sog. „Zivilklauseln“ abzuschaffen oder gar zu verbieten und die Hochschulen enger mit Rüstung und Militär zu verzahnen. Hiergegen regt sich Widerstand. Auch Schulen sollen künftig ihren Beitrag zur Wehrfähigkeit leisten und der Bundeswehr als Rekrutierungspool dienen. Mittelfristig wird sich die Frage stellen, was für Folgen die aktuell in der Außenpolitik vertretene Maxime – Gewalt als Mittel der Konfliktbearbeitung – für das (Selbst-)Verständnis von Schulen, Lehrkräften und der Pädagogik im Allgemeinen bedeuten werden. Zum Ende des Kongresses wollen wir Wege aus der Eskalationsspirale ausloten und auch der Frage nachgehen, welchen Antworten die aktuell insbesondere von jungen Menschen getragene Bewegungen bieten.
PROGRAMM
FREITAG, 15.11.2024: Gesellige Auftaktveranstaltung in der Schellingstraße 6, ab 19.00 Uhr
SAMSTAG, 16.11.2024: Zeitenwende in Bildung und Hochschulen
12:00 Begrüßung
12:15-12:45 Hintergrund: Militarisierung bis in die Kapillaren
– Elemente der Zeitenwende (Tobias Pflüger)
– Der herrschende Diskurs (Christoph Marischka)
12:50-14:15 Gewalt, Politik und Jugend
– Binäre Konstruktionen von Freund und Feind (Barbara Stauber)
– Rekrutierung in den Social Media: Stärke und Männlichkeit als neue Werte? (Jacqueline Andres)
Video: Wehrkundeunterricht: Ein Blick nach Lettland
14:15-14:45 Pause
14:45-16:15 Schulen als Rekrutierungspool
– Jugendoffiziere und Karriereberater*innen an Schulen: Die Perspektive der Rekrutierten (Jonny Fischer)
– Wehrpflicht: Debatte und praktische Herausforderungen (N.N.)
– Wehrpflicht: Was bedeutet das für Kita und Schulen (N.N.)
16:15-16:45 Pause
16:45-18:45 Kämpfe um Wissenschaft und Zivilklauseln (Panel)
– Das Bayerische Bundeswehr-Gesetz (Mark Ellmann)
– Ideologische Aufrüstung am Beispiel der Universität Tübingen (Sophie Voigtmann und Matthias Rude)
– Die Initiative Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel“ (Senta Pineau)
18:45-19:30 Pause
19:30-21:00 Interventionen aus Forschung und Wissenschaft
– Kritische Forschung zu Autonomen Waffensystemen (Jens Hälterlein)
– Teilchenbeschleuniger – Forschung mit zivilen und friedlichen Zielen? (Hannes Jung)
– Naturwissenschaftliche Positionen zu Rüstungsforschung (Manuel Kreutle)
SONNTAG, 17.11.2024: Gegenentwürfe zu Gewalt und (mentaler) Aufrüstung
10:00-11:30 Wege aus der Eskalationsspirale
– Perspektiven zur Beendigung des Ukraine-Krieges (Jürgen Wagner)
– Rüstungskontrolle: Zurück zur Kooperation auch unter Gegnern (Marius Pletsch)
11:30-11:45 Pause
11:45-12:45 Gesellschaftliche Polarisierung und Repression überwinden (Claudia Haydt)
13:00:-14:30 Abschlusspodium: Junge Bewegungen gegen Krieg und Militarisierung
Unterstützende Gruppen:
Der Kongress wird unterstützt von Attac Tübingen/Reutlingen, DFG-VK Tübingen, Friedensplenum/Antikriegsbündn
Ort:
Der Kongress wird im zentral gelegenen Schlatterhaus, Österbergstrasse 2, in Tübingen stattfinden. Die Räume sind leider nicht barrierefrei. Wer Unterstützung (z.B. Mobilitätseinschränkungen) braucht, kann sich gerne bei uns melden.
Live-Übertragung:
Das freie Radio Wüste Welle (https://www.wueste-welle.de/) wird den Kongress am Samstag von 12h bis 21h live im Radio und damit auch per Livestream übertragen (nur Audio). Wir bemühen uns, auch für den Sonntag einen Audio-Livestream bereitzustellen.
Organisatorisches:
Für Verpflegung in den Pausen wird gesorgt. Eine Kongressgebühr wird nicht erhoben, über Spenden zur Finanzierung des Kongresses freuen wir uns natürlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an einzelnen Vorträgen und Veranstaltungen ist selbstverständlich möglich. Es stehen dieses Jahr leider nur sehr begrenzt Flächen für Infostände etc. bereit.
Mehr Infos – Aktuelle Hinweise:
https://www.imi-online.de/2024/09/06/imi-kongress-2024-zeitenwende-in-bildung-und-hochschulen/