Ernst Thälmann-Ehrung in der Landeshauptstadt Magdeburg

Ca. 50 Interessierte folgten dieser Einladung in das Außengelände des Technikmuseums in der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort in der letzten Ecke befindet sich jetzt nach vielen anstrengenden Kämpfen das Denkmal von Ernst Thälmann, dem Arbeiterführer, der vor genau 80 Jahren von den Faschisten hinterrücks ermordet wurde.

An der Gedenkveranstaltungen heute nahmen politisch interessierte und für den Frieden engagierte Menschen aller Generationen (3 bis 95 Jahre alt) teil.

Viele Ältere waren Beschäftigte im ehemaligen Kombinat des Schwermaschinenbaus „Ernst Thälmann“ (1989 ca. 12.000 Beschäftigte), einige hatten auch langjährigen Kontakt zur Familie Thälmanns, während Jüngere über die DDR-Literatur, DDR-Filmkunst und Lieder den Zugang zu „Teddy“, wie er liebevoll genannt wurde, erst kürzlich fanden.

In zahlreichen Redebeiträgen wurde die aktuelle Bedeutung von Thälmanns Wirken hervorgehoben. So stand er unbeugsam für einen Kampf gegen Faschismus und Krieg.

Die musikalische Umrahmung dieser Veranstaltung (u.a. die „Internationale“) machte sehr nachdenklich vor dem Hintergrund, dass die USA in Deutschland weitreichende (ca. 2.500 km) Mittelstreckraketen stationieren will, die sich auch noch im Handumdrehen atomar bestücken lassen. Damit wird Deutschland zur Zielscheibe.

Sehr kritische Worte fand man zum Zeitungsartikel in der Tageszeitung „Volksstimme“ zum Thema „Ernst Thälmann“.

Die Notwendigkeit vorhandenes Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzureichen war ebenfalls Thema dieser ganz besonderen Veranstaltung.

Mein Enkelkind war jedenfalls „stolz wie Bolle“, dass es schon stark genug ist, um das Transparent „Frieden schaffen ohne Waffen“ allein nach Hause tragen zu können und freut sich auf die nächste Kundgebung.

Herzlichen Dank an die Veranstalter auch dafür, dass es gelungen ist, Friedensakteure aus den unterschiedlichsten Vereinen, Verbänden, Parteien an einem Ort zu einen!

aufstehen-Magdeburg

(Stand: 18.08.2024)