Im Vorfeld zur Messe wird mit einem Übungsgelände geworben, dem sogenannten Enforce Tac Village, indem auf arabisch aussenden Puppen geschossen werden soll.

Im Angesicht der aktuellen humanitären Katastrophe im Gazastreifen und der Tatsache, dass sich Israel aktuell vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen des Vorwurfes, einen Genozid an den Palästinensern zu verüben,
verantworten muss, ist ein solch rassistische Schießbude inakzeptabel.
In seinem vorläufigen Urteil vom 26.01.2024 erkennt der Internationale Gerichtshof in Den Haag an, dass die Möglichkeit besteht, dass Israel einen Genozid an den Palästinensern in Gaza begeht.
Ein Monat nachdem der IGH seine Forderungen an Israel gestellt hat, ist die Situation in Gaza unverändert katastrophal und Israel macht keine Anstalten, den Aufforderungen des IGH Folge zu leisten.
Daher wollen wir am 26.02.2024 gegen den Genozid in Gaza und für eine sofortige Waffenruhe demonstrieren und in Nürnberg
15:30 Uhr, Annapark, Nürnberg-Südstadt, 90459 Nürnberg
ein Zeichen gegen den internationalen Waffenhandel setzen.
Wie kann es sein, dass Nürnberg, die „Stadt der Menschenrechte“ v.a. israelischen Waffenfirmen eine Bühne bietet, während Israel in Den Haag gerade wegen Genozid angeklagt wurde?
Nach einer Anfangskundgebung im Annapark (Nürnberger Südstadt) laufen wir zum Osteingang des Nürnberger Messegeländes.
Dort werden Vertreter der palästinensischen Community, der Jüdischen Stimme, des Palästinakomitees, des Offenen Treffens gegen Krieg und Militarisierung sowie Huda Ammori von Palestine Action aus dem Vereinigten Königreich reden.
Jonas Abou-Zaher