Weihnachten sollte ein Symbol sein für Frieden,
Liebe, Hoffnung – ein Licht das die Dunkelheit erhellt.

Während in der Weihnachtsgeschichte das Christkind, unter ärmlichen Bedingungen in einem Stall zur Welt kommt, aber immerhin in Sicherheit und einem Dach über dem Kopf, während wir uns sicherlich einschränken müssen, aber dennoch im relativ warmen in Sicherheit ein gutes Weihnachtsessen genießen können, bricht am Ort der Weihnachtsgeschichte die ganze Gewalttätigkeit auf, die bisher unter Pilger-Romantik, High-Tech Erfolgen, Partyleben am Strand von Tel Aviv und hinter der 8 m hohen Mauer verdeckt war.
Israelische Gewissheiten und Familien wurden durch den brutalen Hamas-Angriff jäh zerstört. Palästinensische Ungewissheiten haben sich bis ins Apokalyptische verschärft.
Da ist weder Herberge noch sicheres Dach über den Familien, kein klarer Sternenhimmel, sondern Raketenblitze und Bombendetonationen, Hunger, Durst, Krankheit und Tod.
Der Horror in Gaza nimmt kein Ende! Mehr als 20000 Menschen wurden bisher von der israelischen Armee ermordet, 70 Prozent davon Kinder und Frauen. 138 Mitarbeiter der Vereinten Nationen sowie 96 Journalisten starben im Bombenhagel.
1,9 Millionen Menschen wurden seit dem 7. Oktober 2023 aus ihren Wohnungen vertrieben, sie wohnen in provisorischen Behausungen. Vor einigen Tagen setzten heftige Regenfälle in Gaza ein, die Menschen haben kein Dach über dem Kopf und hausen im Schlamm.
Die israelische Regierung ist fest entschlossen, die Massaker an der Bevölkerung des Gazastreifens ungeachtet aller internationalen Proteste fortzusetzen. Sie hat aus der Absicht nie einen Hehl gemacht, die palästinensische Bevölkerung nun endgültig aus dem Gazastreifen zu vertreiben.
Die UN warnt vor einem Genozid! Auch im Westjordanland verstärkt die israelische Armee ihre Tötungs- und Vertreibungsstrategie massiv. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden dort mehr als 300 Menschen vor allem Jugendliche getötet und über 4500 Menschen verhaftet. Bewaffnete Siedler terrorisieren systematisch die palästinensische Bevölkerung unter dem Schutz der Armee.
„Im Norden des Gazastreifens haben 97 Prozent der Haushalte nicht genug zu essen. Im Süden liegt die Zahl der Vertriebenen bei 83 Prozent.
Die Hälfte der Menschen im Norden und mehr als ein Drittel der Vertriebenen im Süden sind schlichtweg am Verhungern.
(…)Ich fordere den Rat auf, keine Mühen zu scheuen, um auf einen sofortigen humanitären Waffenstillstand, den Schutz der Zivilbevölkerung und die dringende Bereitstellung lebensrettender Hilfe zu drängen. (…)
Während wir uns mit der aktuellen Krise befassen, dürfen wir die einzige realistische Möglichkeit für eine friedliche Zukunft nicht aus den Augen verlieren: eine Zwei-Staaten-Lösung auf der Grundlage der Resolutionen der Vereinten Nationen und des Völkerrechts, bei der Israel und Palästina Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben. Dies ist für Israelis und Palästinenser sowie für den internationalen Frieden und die Sicherheit von entscheidender Bedeutung.
Die Augen der Welt – und die Augen der Geschichte – sind auf uns gerichtet. Es ist Zeit zu handeln.“
(Bemerkungen des Generalsekretärs der UN, Antonio Guterres, vor dem Sicherheitsrat – zur Lage im Nahen Osten, einschließlich der palästinensischen Frage am 8. Dezember)
Der UN-Sicherheitsrat ringt weiter um eine Resolution für einen Waffenstillstand.
Die humanitäre Situation im Gazastreifen wird von Tag zu Tag untragbarer.
Die UN warnen angesichts einer „weltweit beispiellosen“ Lage im Gazastreifen vor dem Hungertod Hunderttausender Palästinenser*innen. Eine neue Studie mehrerer UN-Agenturen kommt zu dem Schluss, dass 577.000 Menschen in Gaza in die schwerwiegendste Kategorie des Hungers fallen.
„So etwas habe ich noch nie gesehen. Das Ausmaß der akuten Ernährungsunsicherheit ist in Bezug auf Schwere, Geschwindigkeit der Verschlechterung und Komplexität beispiellos“, sagt die Sprecherin des Welternährungsprogramms Shaza Moghraby.
Deutschland hat aus der Geschichte zwei dringende Verantwortungen:
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Nie wieder Krieg! und
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Nie wieder wegsehen wenn Unrecht, Vertreibung und Völkermord geschieht!
