Themenraum „Wirtschaft & Finanzen“

Power Point Präsentation zum Thema:

Energiewende



Strompreise Weltweit Industrie

Widersprüchliche Zahlen liegen vor:

  • Deutschland in 2022 ca. 20 cent pro kWh
  • USA ca. 4-10 Eurocent pro kWh
  • China ca. 7 Eurocent pro kWh

Deutschland subventioniert allerdings energieintensive Unternehmen, so dass deren Strompreise bei ca. 9 Eurocent pro kWh liegen. Durch Steuerzuschüsse von bis zu 50 Mrd. Euro soll der Industriestrompreis weiter gesenkt werden.

https://www.telepolis.de/features/Warum-das-50-Milliarden-Geschenk-an-die-Industrie-Murks-ist-9162761.html


Merit-Order-Prinzip

  • Das teuerste Kraftwerk, das ans Netzt geschaltet wird, bestimmt den Strompreis.
  • Das ´billigste´ Kraftwerk ist das mit geringsten Grenzkosten bzw. variablen Kosten, daher sind Wind- und Solarkraftwerke sehr günstig, da kein Personal und Brennstoff eingesetzt wird.
  • Fixkosten sind bei dieser Betrachtung von untergeordneter Bedeutung (Abschreibung, Reservekraftwerke).
  • Aufgrund der extrem gestiegen Gaspreise bestimmen die schnell regelbaren und daher notwendigen Gaskraftwerke den Strompreis.
  • Für alle anderen Stromerzeuger ist das ein ´bombiges´ Geschäft. Spanien hat das Merit-Order-Prinzip ausgesetzt in 2022.

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=97875


Flassbeck, ohne Worte

Quelle: https://www.relevante-oekonomik.com/2022/12/01/energiewende-ohne-worte/


Probleme regenerativer Energien

  • Energieerzeugung wetterabhängig,
  • vorhandene Speicherkapazitäten reichen nur für Stunden,
  • Speicherinvestitionen mit hohem Kapitalaufwand,
  • je höher die installierten Leistungen, desto größer die absoluten Schwankungen der Energieerzeugung,
  • Backup-Kraftwerke müssen auch bei weiterem Zubau an RE bereitgehalten werden,
  • RE mit hohem Flächenbedarf (geringe Energiedichte), beste Standorte schon genutzt, Wirkungsgrad zusätzlicher Standorte geringer,
  • Energieüberschüsse konnten in 2022 an Nachbarstaaten verkauft werden zu ca. 11 Eurocent pro kWh, nach Abschaltung der KKW ist Deutschland aber Netto-Importeur,
  • hohe Angebotsschwankungen sind ohne große Speicherkapazitäten
    ineffizient,
  • ehrliche Kostenkalkulation ist zwingend mit Einbeziehung der Speicher und der Backup-Kraftwerke,

CO2 Emissionen nach Kraftwerkstyp


Strommix 450 g CO2/ kWh

  • moderne Gastherme 160 g / kWh ==> Wärmpumpe mit COP > 2,8 führt zu Reduktion des CO2 Ausstosses, in der Realität ist der COP im Jahresmittel bei ca. 2,5,
  • VW id3 verbraucht laut Test 20 kWh auf 100 km (Angaben der Hersteller zu gering) == > CO2 Ausstoss 450g * 20 = 9000g, VW Polo Diesel 75 PS
    mit 9900g CO2 Ausstoss auf 100 km, Herstellung Batterie ca. 72 kg CO2 pro kWh, Batteriekapazität 62 kWh ==> Herstellung führt zu CO2-Emissionen von ca. 4,5 t,
    ==> ab einer Laufleistung von 4500kg *100km / 0,9 kg ist ein VW id 3 bzgl. der CO2 Emissionen besser als ein VW Polo 3-Zylinder Diesel, das entsprecht einer Laufleistung von 500.000 km, das schafft kaum ein Auto
  • bei dem gegebenen Strommix führt weder der Einbau von Wärmepumpen noch der Kauf von Elektrofahrzeugen zu einer Reduktion der CO2-Emissionen,

https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/mobilitaet/pdf/200831-Studie_EAuto_versus_Verbrenner_CO2.pdfHerstellujng des VW id3 mit hohem

https://www.autoscout24.de/auto/technische-daten/volkswagen/polo/polo-1-2-tdi-2009-2017-limousine-diesel/


Zusammenfassung Status

  • Energieerzeugung wetterabhängig,
  • hohe Strompreise für Privathaushalte und Industrie, Ursache ist unter anderem das Merit-Order-Prinzip,
  • Beweis, dass RE zur preiswerten Stromerzeugung führt, ist noch nicht erbracht, auch Dänemark mit hohem Anteil von Windenergie hat hohe Strompreise,
  • spezifische CO2-Emissionen pro kWh im europäischen Vergleich im Mittelfeld,
  • weder der Einbau von Wärmepumpen anstelle moderne Gasthermen noch der Ersatz von sparsamen Autos mit Dieselmotoren durch Elektroautos führt bei gegeben Strommix zu einer Reduktion des CO2-Emissionen,

Projektion 2030

  • Bruttostromverbrauch zu 80% aus regenerativen Energien,
  • 5 Mio zusätzliche Wärmepumpen,
  • ca. 13,5 Mio zusätzliche Elektroautos bis 2030

Projektion 2030

  • Energiebedarf E-Autos: 13,5 Mio * 9000km/a * 20 kWh/100km = 24,3 TWh
  • Energiebedarf Wärmepumpen: 5 Mio * 2000 kWh* = 10 TWh / COP
    COP laut realer Versuche bei ca. 2,5 (Werbebroschüren sprechen von
    COP bei 3,5) ==> Energiebedarf 4 TWH
  • Bedarf Elektroenergie 2022: 504 TWH, 2030: 532 TWh, Zahlen BMWK???
  • *: 3 Personenhaushalt, gute Wärmeisolierung

Quellen:


Projektion 2030

  • Energiebedarf 2022 zu 46,2% aus RE, soll 2030 80% RE ==> Anstieg RE von 504*0,462 TWh auf 532 TWh * 0,8 ==> Erhöhung Energieerzeugung von 233 TWH auf 426 TWH aus RE
  • zusätzlich 23370 Windkraftanlagen (höhere Leistungen aber schlechtere Standorte) und 1,82 Mio Solaranlagen ==>

8 Windkraftanlagen pro Tag und 623 Solaranlagen pro Tag

  • die Backup-Kraftwerke müssen trotzdem bereitgehalten werden (siehe Flassbeck),
  • die Backup-Kraftwerke sind nicht für Kraft-Wärme-Kopplung geeignet und haben einen geringen Wirkungsgrad,

Projektion 2030

  • was passiert mit den Fernwärmeanlagen? Wasserstoff als Brennstoff?
  • Hier wird ideologische postmoderne Politik betrieben:

– E-Fuels für Pkw werden abgelehnt aber Wasserstoff (E-Fuel) für Gaskraftwerke soll genutzt werden?

– Abschaltung KKW und Weiterbetrieb der Braunkohlekraftwerke und Kauf von KKW-Strom aus Nachbarländern

(ist es 5 vor 12   oder nicht),

– Ablehnung der CO2-Abscheidung (ist es 5 vor 12 oder nicht),

– Fracking-Gas aus den USA, Ablehnung Fracking in Niedersachsen obwohl das teurer und umweltschädlicher ist,