Bundesweite Videokonferenz zum Thema:

„Faschisierungstendenzen an der deutschen Heimatfront“


11. Mai 2023, 18:30 Uhr

Zoom-Meeting beitreten:
https://us02web.zoom.us/j/82852711077?pwd=RFpZVW5ORmYvM09mMkVqMHNkSmZSQT09

Meeting-ID: 828 5271 1077
Kenncode: 457333


Das Kriegsbündnis gegen Russland, das der liberale Westen mit faschistischen und anderen rechtsextremen Kräften in der Ukraine faktisch eingegangen ist, hat einen gefährlichen politischen und ideologischen Rückstoß ausgelöst: Der schon längst in Gang gesetzte Prozess der Erosion der bürgerlichen Demokratie in den USA und der EU wird beschleunigt und verschärft. Das zeigt sich etwa an der Militarisierung der Gesellschaft, der Formierung der Bürger zur Volksgemeinschaft, der (freiwilligen) Gleichschaltung von Medien und Kulturproduktion sowie einem Geschichtsrevisionismus, der auch vor der Rehabilitierung des Nazismus nicht halt macht. Ein wachsendes Problem stellen auch die aggressiven Angriffe auf das Friedenslager und andere fortschrittliche Opposition dar – an denen sich nicht selten auch von regierungsnahen Stiftungen und transatlantischen Denkfabriken geförderte Akteure beteiligen, die im linken Milieu verankert sind. Besonders besorgniserregend sind die Vernetzung und der zunehmende Einfluss von ukrainischen Faschisten, zum Beispiel von der Asow-Bewegung, und anderen Nationalisten in Deutschland, der mittlerweile bis in Parteien, Parlamente und Ministerien reicht.

Das wirft unter anderem die Frage auf, ob sich mit dieser Verdichtung der – jeder bürgerlichen Gesellschaft eingelagerten – Elemente des Faschismus unter den Vorzeichen des Neoliberalismus und NATO-Stellvertreterkriegs bereits ein Zustand einstellt, den der US-amerikanische Politikwissenschaftler Bertram Gross einst »Friendly Fascism« genannt hatte.

Vortragskonzept und Vortrag: Susann Witt-Stahl, Journalistin (Junge Welt, Melodie & Rhythmus u.a.)