Bündnis-Aktion: „Wer hat der gibt“ (Berliner AG Wohnen)
Am 19.09.2020 fand unter einem bundesweiten Aktionsaufruf des Bündnisses „Wer hat, der gibt“ auch in Berlin eine Demonstration statt. Zahlreiche Aktivistinnen undAktivisten unserer Sammlungsbewegung aufstehen, besonders aus der entsprechenden Berliner Aktionsgruppe AG wohnen, versammelten sich ebenfalls vor Ort. Der Menschenzug startete abends auf dem Adenauer Platz und lief dann, ausgerüstet mit Plakaten und Bannern, die Straßen der Hauptstadt entlang.
Das gemeinsame Hauptanliegen der Teilnehmenden lässt sich schon aus dem Namen,unter dem die Aktion lief, schließen: Die Folgen der Corona-Krise dürfen nicht von Geringverdienenden ausgebadet werden. Ganz im Gegenteil; die, die sich zusätzlicheAusgaben leisten können, ohne mit der Wimper zu zucken, müssen ihren Reichtum im Sinne einer solidarischen Gemeinschaft teilen. Konkret fordert man beispielsweise eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer, mehr Geld für systemrelevante Berufe in jeglicher Hinsicht, generelle Kapitalsteuern oder hohe Umsatzsteuern auf Rüstungsgüter. Außerdem betrachtet man bezahlbare Mieten in Zeiten einer Pandemie, die Kurzarbeit und gar Arbeitslosigkeit verursacht, als unabdingbar. Allein die Überlegung aus politischen Kreisen, die eine Senkung des Mindestlohnes als Lösungsmaßnahme in Betracht zieht, ist eine Zumutung. Wieso kann Überschuss nicht geteilt und in die Gemeinschaft investiert werden? Dabei ist doch bekannt, dass die, die geben, immer etwas zurückbekommen – vor allem das Gefühl, in einer wenigstens ansatzweise gerechten Gesellschaft zu leben.
Wenn Du Lust hast, bei der nächsten Demo dabei zu sein oder Dich anderseinzubringen, kontaktiere gern per Mail an: mail@aufstehen-wohnen-berlin.de
© Fotos von Hans-Joachim Genzel



