Ursula Mathern                                                                                                13. November 2024

Bachstr. 24

55627 Merxheim

urs.math@gmx.net

An die

Bundesministerin des Auswärtigen

Frau Annalena Baerbock

poststelle@auswaertiges-amt.de;

annalena.baerbock@bundestag.de;

Offener Brief: Ergebnisse Ihrer „wertebasierten feministischen Außenpolitik“

Sehr geehrte Frau Baerbock,

schauen Sie sich bitte die Ergebnisse Ihrer „wertebasierten feministische Außenpolitik“ an: Krieg in Gaza: „Der Tod ist die Regel, nicht die Ausnahme“ | taz.de

Es zieht einem die Eingeweide zusammen: Millionenfaches Elend und Angst. Zigtausendfacher Tod. Fast völlig zerstörte Infrastruktur, inklusive Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Kirchen, Moscheen, landwirtschaftlich genutzter Flächen, Gewächshäuser, Trink- und Abwasserversorgung u. a. Als „apokalyptisch“ bezeichnete eine Gruppe von UN-Organisationen, darunter das Welternährungsprogramm, sie jüngst.

Können Sie auch nur ansatzweise ermessen, was all das für die in dem o. g. Beitrag pars pro toto genannten Menschen bedeutet? Können Sie sich vorstellen, wie es aussieht in einem Menschen, der sagt: „Die getötet wurden, hatten Glück, für sie ist es vorbei“?

Wie an keinem anderen (wenn auch nicht dem einzigen) Ort zeigt sich im Gazastreifen, was – dank auch Ihrer Politik – an Unheil angerichtet worden ist.

Sicher: Sie hatten eifrige MitstreiterInnen – in der Regierung, im Parlament, Ihre transatlantischen Partner nicht zu vergessen.

Alle miteinander haben Sie fleißig Rüstung geliefert, obwohl Sie genau wussten, wozu diese benutzt wird. Mahnungen an die Netanjahu-Regierung nach Aufhebung der Hilfsgüter-Blockade waren Ihrerseits nie wirklich Ernst gemeint, worauf Netanjahu sich verlassen konnte.

Proteste gegen diese Politik werden hierzulande nieder gemacht.

Möge der Tag kommen, an dem a l l e, die diese Politik aktiv unterstützt oder auch nur toleriert haben, zur Rechenschaft gezogen werden. Selbst wenn dadurch kein einziger Toter wieder lebendig wird.

Falls Sie, Frau Baerbock, noch einen kleinen Achtungserfolg erringen wollen, dann machen Sie auf den letzten Metern Ihrer Amtszeit noch SCHLUSS MIT DIESEM KURS.

Bestehen Sie auf einem umgehenden Waffenstillstand in Gaza, im Westjordanland und im Libanon sowie der Aufhebung der Hilfsgüterblockade.

Stoppen Sie sämtliche Rüstungsgeschäfte mit Israel.

Bestehen Sie auf der sofortigen Freilassung a l l e r, d. h. neben den israelischen Geiseln auch der Tausende von palästinensischen Gefangenen in den israelischen Folterlagern.

Ursula Mathern