{"id":9356,"date":"2024-11-25T02:52:57","date_gmt":"2024-11-25T01:52:57","guid":{"rendered":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/?p=9356"},"modified":"2024-11-25T02:53:18","modified_gmt":"2024-11-25T01:53:18","slug":"24-november-2024-leserzuschrift-neuwahl-friedrich-merz-der-designierte-kanzlerkandidat-der-cdu-sorgte-fuer-erheblichen-wirbel-den-frieden-frieden-schaffen-ohne-waffen-waehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/24-november-2024-leserzuschrift-neuwahl-friedrich-merz-der-designierte-kanzlerkandidat-der-cdu-sorgte-fuer-erheblichen-wirbel-den-frieden-frieden-schaffen-ohne-waffen-waehlen\/","title":{"rendered":"24. November 2024: Leserzuschrift-Neuwahl: &#8222;Friedrich Merz, der designierte Kanzlerkandidat der CDU, sorgte f\u00fcr erheblichen Wirbel&#8220; &#8211;> Den Frieden (Frieden schaffen ohne Waffen) w\u00e4hlen!"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:10px;margin-bottom:10px;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><div class=\"io-ox-signature\">\n<div class=\"default-style\">\n<p>Sonntag, 24. November 2024<\/p>\n<p>Guten Tag ,<\/p>\n<p>Friedrich Merz, der designierte Kanzlerkandidat der CDU, sorgte mit seiner Rede im Bundestag am 13. November 2024 f\u00fcr erheblichen Wirbel. In seiner Ansprache skizzierte er eine Strategie, die auf den ersten Blick wie ein Versuch erschien, die Zusammenarbeit zwischen den demokratischen Parteien zu festigen. Tats\u00e4chlich forderte Merz jedoch, dass die CDU gemeinsam mit der SPD und den Gr\u00fcnen nur solche Entscheidungen auf die Parlamentsagenda setzen solle, \u00fcber die zuvor eine Einigung erzielt wurde. Dabei unterstrich er ausdr\u00fccklich, dass er verhindern m\u00f6chte, dass Mehrheiten, die entweder zuf\u00e4llig oder absichtlich zustande kommen, von den &#8222;Damen und Herren von rechts au\u00dfen&#8220; &#8211; eine klare Anspielung auf die AfD &#8211; beeinflusst werden.<\/p>\n<p><strong>Die problematischen Aspekte der Rede<\/strong><\/p>\n<p>Merz&#8216; Vorschlag war offensichtlich darauf ausgerichtet, die AfD politisch zu isolieren. Das ist an sich kein neuer Ansatz und wird von vielen als notwendiges Mittel betrachtet, um den Einfluss der AfD einzud\u00e4mmen. Doch bei genauerer Betrachtung offenbaren sich tiefere, problematischere Implikationen seiner Strategie, die weit \u00fcber die AfD hinausgehen.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Ausschluss der Opposition:<\/strong>\u00a0Merz spricht in seiner Rede lediglich von Absprachen mit SPD und Gr\u00fcnen, zwei Fraktionen, die traditionell eher im linken Spektrum verortet sind. Er ignoriert damit bewusst die FDP, BSW (B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht), Die Linke sowie die fraktionslosen Abgeordneten. Diese Entscheidung wirft die Frage auf, ob Merz tats\u00e4chlich bereit ist, den parlamentarischen Prozess zu respektieren oder ob er versucht, die Vielfalt der Meinungen im Bundestag zu unterdr\u00fccken. Der bewusste Ausschluss anderer Fraktionen, die demokratisch legitimiert sind, ist ein Signal, das nicht nur bei der Opposition, sondern auch bei den W\u00e4hlern f\u00fcr erhebliche Skepsis sorgt.<\/li>\n<li><strong>Eingriff in den parlamentarischen Prozess:<\/strong>\u00a0Die Absprache, nur vorab vereinbarte Entscheidungen auf die Tagesordnung zu setzen, stellt einen erheblichen Eingriff in den parlamentarischen Prozess dar. Normalerweise ist das Parlament der Ort, an dem unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen und in offenen Debatten um Mehrheiten gerungen wird. Merz&#8216; Vorschlag hingegen w\u00fcrde diesen Prozess bereits im Vorfeld beeinflussen und jegliche \u00dcberraschungen oder unerwartete Mehrheiten verhindern. Damit wird der demokratische Diskurs eingeschr\u00e4nkt und die Rolle des Parlaments als zentrale Entscheidungsinstanz in Frage gestellt.<\/li>\n<li><strong>Verstecktes Misstrauen gegen\u00fcber den eigenen Reihen:<\/strong>\u00a0Merz&#8216; Rede offenbart auch ein tiefes Misstrauen gegen\u00fcber den eigenen Reihen. Der Vorschlag, Mehrheiten durch Absprachen im Vorfeld zu sichern, deutet darauf hin, dass Merz bef\u00fcrchtet, dass sich einige Abgeordnete m\u00f6glicherweise anders entscheiden k\u00f6nnten, als von der Parteif\u00fchrung vorgegeben. Diese Unsicherheit signalisiert eine Schw\u00e4che in der eigenen politischen F\u00fchrung und kann als Ausdruck der Angst interpretiert werden, die Kontrolle \u00fcber die eigene Fraktion zu verlieren.<\/li>\n<li><strong>Antidemokratische Tendenzen:<\/strong>\u00a0Die Tatsache, dass Merz explizit verhindern m\u00f6chte, dass &#8222;zuf\u00e4llige&#8220; Mehrheiten durch die AfD oder andere Oppositionsparteien zustande kommen, kann als antidemokratisch verstanden werden. In einer Demokratie sind Mehrheiten, die sich durch Debatten und Abstimmungen ergeben, Ausdruck des W\u00e4hlerwillens und der politischen Realit\u00e4t. Die gezielte Absprache zur Verhinderung solcher Mehrheiten unterl\u00e4uft diesen Prozess und k\u00f6nnte als Versuch gewertet werden, den politischen Wettbewerb einzuschr\u00e4nken. Es ist nicht nur das Ziel, die AfD zu isolieren, sondern trifft auch alle Oppositionsparteien gleicherma\u00dfen und unterminiert das Vertrauen in den demokratischen Prozess.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Friedrich Merz&#8216; Position als Kanzlerkandidat<\/strong><\/p>\n<p>Mit dieser Rede hat sich Friedrich Merz selbst ins Abseits gestellt. Als Kanzlerkandidat der CDU m\u00fcsste er eigentlich die Rolle des Br\u00fcckenbauers zwischen den politischen Lagern einnehmen und den demokratischen Diskurs f\u00f6rdern. Stattdessen pr\u00e4sentiert er sich als jemand, der versucht, die parlamentarische Vielfalt zu kontrollieren und den Einfluss der Opposition zu minimieren. Dieses Verhalten wirkt elit\u00e4r und kann als Zeichen einer Politik verstanden werden, die sich zunehmend von den Prinzipien der parlamentarischen Demokratie entfernt.<\/p>\n<p>Der Vorsto\u00df von Merz offenbart zudem, dass er offenbar nicht bereit ist, sich dem Wettbewerb der Argumente zu stellen. Die Tatsache, dass er auf vorab getroffene Absprachen setzt, anstatt in offenen Debatten um Mehrheiten zu ringen, zeugt von einem autorit\u00e4ren F\u00fchrungsstil, der in der modernen Demokratie auf wenig Verst\u00e4ndnis st\u00f6\u00dft. Er riskiert damit, nicht nur die Unterst\u00fctzung von potenziellen Koalitionspartnern wie der FDP zu verlieren, sondern auch das Vertrauen der W\u00e4hler, die in ihm einen Kanzlerkandidaten sehen, der die Demokratie st\u00e4rken und nicht schw\u00e4chen sollte.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Friedrich Merz hat sich mit seiner Rede im Bundestag keinen Gefallen getan. Sein Vorschlag, Entscheidungen nur auf die Tagesordnung zu setzen, \u00fcber die bereits Einigkeit mit SPD und Gr\u00fcnen besteht, wirkt wie ein verzweifelter Versuch, die parlamentarische Kontrolle zu sichern und unliebsame Mehrheiten zu verhindern. Dabei greift er zu Mitteln, die antidemokratisch wirken und die Integrit\u00e4t des parlamentarischen Prozesses infrage stellen.<\/p>\n<p>Als Kanzlerkandidat der CDU m\u00fcsste Merz eigentlich die Vielfalt der Meinungen im Parlament respektieren und sich f\u00fcr einen offenen Diskurs einsetzen. Stattdessen pr\u00e4sentiert er sich als Verfechter einer kontrollierten und abgesprochenen Politik, die wenig Raum f\u00fcr \u00dcberraschungen l\u00e4sst. Dieses Verhalten k\u00f6nnte ihm am Ende zum Verh\u00e4ngnis werden, da es das Bild eines Politikers vermittelt, der die Demokratie eher als Hindernis denn als Fundament seiner politischen Arbeit betrachtet. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Demokratie ohnehin schwindet, ist dies ein gef\u00e4hrliches Signal.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nDavid C. (Der Verfasser ist der Redaktion bekannt.)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:10px;margin-bottom:10px;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":38,"featured_media":9327,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-9356","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-maschinenraum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/38"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9356"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9358,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9356\/revisions\/9358"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}