{"id":6011,"date":"2023-03-02T00:36:15","date_gmt":"2023-03-01T23:36:15","guid":{"rendered":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/?p=6011"},"modified":"2023-03-02T00:44:44","modified_gmt":"2023-03-01T23:44:44","slug":"petition-manifest-fuer-frieden-so-manipulieren-die-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/petition-manifest-fuer-frieden-so-manipulieren-die-medien\/","title":{"rendered":"Petition &#8222;Manifest f\u00fcr Frieden&#8220;: So manipulieren die Medien"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:7px;margin-bottom:7px;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:7px;margin-bottom:7px;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/artikel\/reaktionen-erstunterzeichnerinnen-auf-fakt-340181\">So manipulieren die Medien! | EMMA<\/a>, 1.03.2023, 24 Uhr)<\/p>\n<header>\n<h2 class=\"grid-box-title\"><span style=\"color: #ff0000;\">SO MANIPULIEREN DIE MEDIEN!<\/span><\/h2>\n<h3 class=\"emm-article-teaser\">Diesen Brief schickte die \u00f6ffentlich-rechtliche ARD-Sendung \u201eFakt\u201c an alle ErstunterzeichnerInnen des\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aliceschwarzer.de\/thema\/manifest-fuer-frieden-340049\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Manifestes f\u00fcr Frieden<\/a>. Vorwurf: Die \u201eAbgrenzung nach rechts\u201c sei den \u201eInitiatorinnen nicht gelungen\u201c. Beleg: Eine \u201eRecherche\u201c, die namentlich neun (!) M\u00e4nner aus dem rechten Spektrum nennt, die an der Kundgebung am Samstag teilgenommen haben. Neun von 50.000! Hier die Reaktionen der ErstunterzeichnerInnen, die auf die ARD-Anfrage geantwortet haben. Wir d\u00fcrfen gespannt sein, ob die Antworten im Beitrag auftauchen.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/fakt\/streit-um-die-petition-manifest-fuer-den-frieden\/das-erste\/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy84YzdkMjM3Yy1jYTVjLTQxYzItODg2Mi1mZDY2ZGQ4NmYwYTQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die FAKT-Sendung vom 28. Februar hier ansehen.<\/a><\/h3>\n<div class=\"emm-article-author clearfix\"><span class=\"emm-article-date date-display-single\">28. Februar 2023<\/span><\/div>\n<div class=\"grid-box-image\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.emma.de\/sites\/default\/files\/upload\/field_teaser_image_flat\/2023\/02\/fakt_f.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.emma.de\/sites\/default\/files\/styles\/width_986px_2by1\/public\/upload\/field_teaser_image_flat\/2023\/02\/fakt_f.jpg?itok=wbizbYOh\" alt=\"\" width=\"986\" height=\"493\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"grid-box-image-caption\" style=\"text-align: center;\">Foto: Bettina Flitner<\/div>\n<\/div>\n<\/header>\n<div class=\"emm-meta-actions emm-noprint\">\n<h3><em>Betreff: Presseanfrage &#8222;Aufstand f\u00fcr Frieden&#8220; + <\/em>im\u00a0<a href=\"https:\/\/www.emma.de\/sites\/default\/files\/umfrage_erstunterzeichner_-_hintergrund.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anhang dieses PDF<\/a>:<\/h3>\n<\/div>\n<div class=\"grid-box-body\">\n<h3><em>F\u00fcr die n\u00e4chste Ausgabe unseres ARD-Politmagazins FAKT (Sendeplatz: Dienstag, den 28.2.2023, von 21.45 Uhr bis 22.15 Uhr) produzieren wir einen Beitrag, der sich unter anderem mit der Kundgebung &#8222;Aufstand f\u00fcr Frieden&#8220; des vergangenen Samstags in Berlin befasst. Sie sind nicht die Einzige\/der Einzige, der diese Mail erh\u00e4lt. Wir machen hiermit eine Umfrage unter allen Erstunterzeichnern des &#8222;Manifest f\u00fcr Frieden&#8220; von den Initiatorinnen Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht.<\/em><\/h3>\n<h3><em>Bei unseren Dreharbeiten am Samstag und durch weitergehende Recherchen kommen wir zu dem Schluss, dass die von den Initiatorinnen angek\u00fcndigte Abgrenzung gegen rechts in der Realit\u00e4t bei der Veranstaltung nicht funktioniert hat. Im Gegenteil: Rechtsextreme, Neonazis, Reichsb\u00fcrger, Querdenker, das rechte Magazin Compact und auch die AfD nutzten die Demonstration f\u00fcr ihre Propaganda. Die Hintergr\u00fcnde und handelnden Personen haben wir Ihnen im Anhang zusammengefasst, damit Sie sich ein eigenes Bild davon machen k\u00f6nnen. Wegen der K\u00fcrze der Zeit haben wir versucht, uns auf das Wesentliche zu begrenzen. Es gibt Spuren, denen wir nicht mehr folgen konnten.<\/em><\/h3>\n<h3><em>Nat\u00fcrlich kann eine angemeldete Demonstration nicht verhindern, dass fragw\u00fcrdige Personen versuchen f\u00fcr sich Kapital daraus zu schlagen. Doch wer jeden einl\u00e4dt, der &#8222;ehrlichen Herzens&#8220; (Wortwahl von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine) f\u00fcr Frieden und Verhandlungen ist, muss sich nicht wundern, wenn rechte bis rechtsextreme Kr\u00e4fte dies faktisch als Einladung betrachten. Wir w\u00fcrden Ihnen gerne folgende Fragen stellen:<\/em><\/h3>\n<h3><em>1. Auf dem Hintergrund unserer Recherche und mit der Kenntnis, was \u00fcber die Veranstaltung jetzt bekannt wird, w\u00fcrden Sie das &#8222;Manifest f\u00fcr Frieden&#8220; erneut unterzeichnen? Wenn ja, warum? Wenn Sie sich anders entscheiden w\u00fcrden, k\u00f6nnen Sie uns die Gr\u00fcnde daf\u00fcr nennen?<\/em><\/h3>\n<h3><em>2. K\u00f6nnen Sie uns die Details der Unterzeichnung kurz schildern: Wer hat Sie in welcher Form angesprochen, welche Kenntnisse hatten Sie von den Initiatorinnen, welchen Zeitrahmen gab es usw.?<\/em><\/h3>\n<h3><em>3. \u00c4hnlich wie in dem Manifest h\u00f6rte man bei der Kundgebung von Putin oder der russischen Armee als Agressor nicht viel, bei den meisten Reden gar nichts. Das \u00e4hnelt rechtsextremen Narrativen, die Putin und Russland teils sogar glorifizieren. Sehen Sie darin einen Punkt, den Sie neu \u00fcberdenken w\u00fcrden?<\/em><\/h3>\n<h3><em>Wir bitten um eine Antwort bis morgen, Dienstag, 28.02.2023, um 12.00 Uhr mittags. Schon im Voraus herzlichen Dank f\u00fcr Ihre M\u00fche.<\/em><\/h3>\n<h3><em>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, Jakob Kluck, im Auftrag f\u00fcr: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, Anstalt des \u00f6ffentlichen Rechts, Kantstra\u00dfe 71-73, 04275 Leipzig<\/em><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"emm-article-teaser\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Hier die Antworten der ErstunterzeichnerInnen, die auf die Anfrage von &#8222;Fakt&#8220; reagiert haben:<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, wenn man Ihre Zeilen liest, muss man den Eindruck haben, dass sich nicht ein Redakteur einer von uns Steuerzahlern finanzierten Landesrundfunkanstalt in der Rechtsform einer Anstalt \u00f6ffentlichen Rechts an mich wendet, sondern Joseph McCarthy oder der selige Papst Innozenz III. (1161\u20131216), der den Grundstein f\u00fcr die Entwicklung des Inquisitionsverfahrens legte. Ich gehe einmal davon aus, dass es sich bei Ihrem Schreiben entweder um eine b\u00f6swillige T\u00e4uschung oder eine Frechheit handelt, von der \u2013 so kann man nur hoffen \u2013 Ihr\u00a0 Verwaltungsrat nichts wei\u00df. Ich w\u00fcrde mich nur sch\u00e4men, wenn ich mich f\u00fcr das, was Sie tun, hergeben m\u00fcsste.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Ohne Gr\u00fc\u00dfe,\u00a0<strong>Detlef Malchow, Kaufmann und Veranstaltungsleiter der Kundgebung<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, das Manifest f\u00fcr Frieden ist kein Demonstrationsaufruf und es gibt auch keinen Grund, sich wegen des massiven Drucks, der &#8211; etwa durch Medienanfragen und Aufrufe zur Rechtfertigung &#8211; auf die Erstunterzeichner\/innen ausge\u00fcbt wird, davon zu distanzieren. Ich habe die \u00e4hnlich geartete K\u00f6lner Kundgebung bevorzugt, allerdings nicht, wie mir die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in ihrer letzten Ausgabe unterstellt, wegen inhaltlicher Differenzen mit der Berliner Veranstaltung, sondern weil ich zwei kleine Kinder habe und Berlin weit weg ist &#8211; von K\u00f6ln aus muss man f\u00fcr eine Fahrt dorthin anderthalb Tage opfern, die ich leider nicht habe.<\/h3>\n<h3>Ihre 2. Frage halte ich f\u00fcr ausgesprochen inquisitorisch. Gl\u00fccklicherweise muss ich mich nicht einem Verh\u00f6r unterziehen lassen und bin weder Ihnen noch sonst jemand Rechenschaft dar\u00fcber schuldig, wann ich wor\u00fcber mit wem telefoniert habe. Wenn Sie das f\u00fcr seri\u00f6sen Journalismus halten, tut es mir f\u00fcr Sie leid.<\/h3>\n<h3>Befremdlich, aber nicht untypisch finde ich, dass sich Journalisten wie Sie &#8211; statt die Inhalte des Manifests f\u00fcr Frieden, das die russische Aggression deutlich benennt, auch nur zur Kenntnis zu nehmen &#8211; schon zwei Wochen lang fast ausschlie\u00dflich mit der Frage besch\u00e4ftigen, ob irgendwelche Rechtsextremisten an der Berliner Demonstration teilnehmen bzw. teilgenommen haben oder nicht. Niemand wird mich als Rechtsextremismusforscher irgendwelcher Sympathien f\u00fcr Tino Chrupalla verd\u00e4chtigen, und ich sehe, anders als in der Weimarer Republik, heute auch keine ernsthafte Gefahr, dass es zu einer ,Querfront&#8216; zwischen Linken und Rechten kommt. Nur weil einzelne AfD-Politiker und Neonazis, die militaristische Grund\u00fcberzeugungen haben und Krieg als Mittel der politischen Auseinandersetzung bejahen, auf von Prominenten ergriffene Friedensinitiativen aufspringen, um ihrerseits davon zu profitieren, darf man diese schlie\u00dflich nicht unterlassen. Allenfalls h\u00e4tten Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer in ihrem Manifest deutlicher zum Ausdruck bringen sollen, dass es keine inhaltliche \u00dcbereinstimmung zwischen ihnen und rechtsextremen Politikern gibt.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Freundliche Gr\u00fc\u00dfe,\u00a0<strong>Christoph Butterwegge, Sozialwissenschaftler<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, haben Sie vielen Dank f\u00fcr Ihre ausf\u00fchrliche Email. Als Erstunterzeichnerin des Manifests habe ich mich f\u00fcr die Bef\u00f6rderung des Friedens in Europa ausgesprochen, so wie es das Grundgesetz von allen Deutschen verlangt. Das w\u00fcrde ich immer wieder tun.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Beste Gr\u00fc\u00dfe,\u00a0<strong>Dr. Petra Erler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin (SPD)<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Ja, ich w\u00fcrde das Manifest nochmal unterzeichnen. Warum?<\/h3>\n<h3>&#8211; Weil es bisher keinerlei Anzeichen der Politik gibt, diesen Krieg mit diplomatischen Anstrengungen zu beenden. Wer mit den Taliban verhandelt, um Menschen zu retten, der kann auch mit Putin verhandeln. Weil es kein erkl\u00e4rtes Ziel f\u00fcr diesen Krieg gibt, sondern lediglich den \u201ePlan\u201c eines unbegrenzten Abnutzungskrieges, in dem vor allem die Ukraine mit Leid, Tod und Zerst\u00f6rung bezahlt. Weil wir in eine Eskalationsspirale geraten sind, die irgendwann nicht mehr zu stoppen sein wird. Und die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges von Tag zu Tag steigt.<\/h3>\n<h3>Ich war selber mehrere Stunden vor Ort, habe die Reden geh\u00f6rt und konnte mir ein sehr genaues Bild der Lage machen. Ich habe, Gegensatz zu Ihnen, in den Reden keine Hinweise auf Putinverkl\u00e4rung oder rechtsextremes Gedankengut geh\u00f6rt.<\/h3>\n<h3>Bitte senden Sie mir die Belege f\u00fcr Ihre Behauptung, Rechtsextreme seien mit Bussen angereist. Ich bin viele Stunden vor und nach der Demonstration zwischen den Menschen herumgelaufen und habe mit sehr, sehr vielen Menschen gesprochen. Ich habe, im Gegensatz zu Ihnen, keine Rechtsextremen angetroffen. Auch meine anschlie\u00dfende Befragungen der Polizei hat ergeben, dass es lediglich zu einem einzigen kurzen Handgemenge zwischen den aufmerksamen Ordnern und J\u00fcrgen Els\u00e4sser gegeben habe. Ansonsten gab es keinen weiteren Zwischenfall.<\/h3>\n<h3>Wie Sie sagen, kann man es nicht verhindern, dass Rechtsradikale zu so einer Veranstaltung kommen und versuchen, diese f\u00fcr ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dies ist aber hier keinesfalls gelungen. Ihre Liste umfasst ein knappes Dutzend Rechtsextremer auf der Demo, die musste man in den vielen Tausenden Menschen schon eifrig suchen. Es ist schlicht verzerrend, wenn Sie die vielen tausend B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus der Mitte der Gesellschaft, die friedlich mit Friedensfahnen und Regenbogenflaggen gekommen waren, einfach ausblenden, nicht wahrnehmen zugunsten einer verschwindend kleinen Gruppe von rechts.<\/h3>\n<h3>Sie sind es, die damit den Rechten ein Forum bieten, nicht die Veranstalter.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Mit besten Gr\u00fc\u00dfen,\u00a0<strong>Bettina Flitner, Fotografin<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, j\u00e4mmerliche Fragen, j\u00e4mmerliche Recherche. Acht AFD-Mitglieder und Rechtsextreme dokumentiert, mit Namen und Adresse. Das ist doch was! Klasse! Das ist doch eine Ausbeute. Sie geh\u00f6ren scheinbar zu den journalistischen Kammerj\u00e4gern, statt sich mit den Themen zu besch\u00e4ftigen, die 50.000 Kundgebungsteilnehmer und 700.000 Unterzeichner umtreibt. Und dann kommen Sie mir noch mit kriminalistischen Verh\u00f6rfragen wie aus einem TV-Krimi. \u201eK\u00f6nnen Sie uns die Details der Unterzeichnung kurz schildern?, wer hat Sie in welcher Form angesprochen?, welche Kenntnisse hatten Sie von den Initiatorinnen? welchen Zeitrahmen gab es ?\u201c Das alles macht mich nicht mal mehr w\u00fctend, sondern nur noch sprachlos.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\"><strong>Henry H\u00fcbchen, Schauspieler<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Ich stimme 1 zu 1 mit Frau Filtner \u00fcberein und habe nahezu identische Beobachtungen gemacht. Ich habe diese Frage der &#8222;Fakt&#8220;-Redaktion als unanst\u00e4ndig ignoriert. Das ist Kampagnenjournalismus; der betroffene Journalist hat vorgegeben, mich am Anfang bzw. dann am Ende der Demonstration treffen zu wollen, um meinen Eindruck zu erfahren. Er war, nachdem ich meine Teilnahme ihm gegen\u00fcber einige Tage zuvor noch einmal begr\u00fcndet habe, offenkundig nicht mehr daran interessiert. Mein Eindruck ist ohnehin, dass er einseitig und manipulativ in betr\u00e4chtlichen Teilen der Medien mit dieser Veranstaltung umgegangen worden ist. Ich habe dazu am gestrigen Tag in meinem Blog das Folgende geschrieben:\u00a0<a href=\"https:\/\/hajofunke.wordpress.com\/2023\/02\/25\/die-demonstration-zum-manifest-fur-den-frieden-vom-heutigen-25-februar-2023-war-ein-erfolg-an-die-50-000-menschen-nahmen-daran-teil-1-der-start-fur-eine-grose-burger-und-friedensbewegung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Demonstration zum Manifest f\u00fcr Frieden war ein Erfolg!<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\"><strong>Hajo Funke, Politikwissenschaftler<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, herzlichen Dank f\u00fcr Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.\u00a0 (&#8230;)<\/h3>\n<h3>Ganz grunds\u00e4tzlich empfinde ich jede deutsch-nationale, revisionistische oder wissenschaftliche Fakten ignorierende Position als nicht korrekt. Welche Begriffe auch immer daf\u00fcr genutzt werden, bin ich im Gegenzug ein gro\u00dfer Freund internationaler, friedlicher Zusammenarbeit und diverser Lebens- als auch Arbeitsstrukturen. Zudem bin ich der tiefen \u00dcberzeugung, dass jeder Austausch von Positionen und Interessen nach festen, gewaltfreien Regeln erfolgen sollte und ein Gewaltmonopol beim jeweiligen Staat oder einer internationalen Organisation wie bspw. der UNO angesiedelt sein sollte. Damit verbietet sich jede Parteinahme mit der AfD, rechten, rechtspopulistischen oder gar rechtsextremen Personen, Organisationen oder Medien. Auch verbietet sich eine Parteinahme mit jedem imperialistischen Aggressor.<\/h3>\n<h3><em>zu Frage 1:<\/em>\u00a0Ja, da sich an der Grundmotivation einer m\u00f6glichst zeitnahen friedlichen L\u00f6sung des Konflikts nichts ge\u00e4ndert hat. Zu versuchen Leben zu retten\u00a0 kann nicht falsch sein und nach kl\u00fcgeren L\u00f6sungen als stumpfer brutaler Gewaltanwendung zu suchen, ist eine ehrenwerte Aufgabe.<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 2:\u00a0<\/em>Antwort: Ich bin von Alice Schwarzer gefragt worden. Ich sch\u00e4tze sie als \u00e4u\u00dferst kluge, unabh\u00e4ngige Frau, die zudem eine der wenigen wirtschaftlich erfolgreichen Verlegerinnen in Deutschland ist. Sie hat mich gefragt und ich habe gerne zugestimmt. Frau Wagenknecht sch\u00e4tze ich als brillante Analytikerin, die ihr Umfeld oftmals intellektuell \u00fcberfordert, was nicht ihr vorzuwerfen ist.<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 3:\u00a0<\/em>Der \u00dcberfall und damit der seit mittlerweile mehr als einem Jahr andauernde Krieg der Russischen F\u00f6deration auf bzw. gegen die Ukrainische Republik ist \u2013 siehe oben \u2013 grunds\u00e4tzlich zu verurteilen. Gewaltanwendung zur Durchsetzung von politischen Interessen ist nicht legitim. Daher ist jede direkte oder indirekte Parteinahme mit einem Aggressor falsch. Frau Schwarzer und Frau Wagenknecht kennend, kann ich aus der Vergangenheit und aktuell eine diesbez\u00fcgliche Parteinahme ausschlie\u00dfen. Das gilt auch f\u00fcr mich.<\/h3>\n<h3>Erg\u00e4nzend m\u00f6chte ich sie auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nUNadadjcVg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Video-Aufnahmen aufmerksam<\/a>\u00a0(ab 2:25)\u00a0 machen, die zeigen, dass die Organisatoren aktiv versucht haben, rechtsextreme Teilnehmer abzuwehren. Dies ist nach meiner Kenntnis auch von der Tagesschau (ARD) aufgegriffen worden. Das versucht wird, von der Wagenknecht\/Schwarzer-Initiative zu partizipieren, ist selbstredend inakzeptabel. Ich kann aus Gespr\u00e4chen mit den Initiatoren versichern, dass dies weder gewollt noch toleriert werden sollte.<\/h3>\n<h3>Ich hoffe, meine Antworten helfen Ihnen in Ihrer Recherche. Da ich wei\u00df, wie schwer dies mitunter ist, z\u00f6gern Sie bitte nicht bei R\u00fcckfragen auf mich zuzukommen. Ich bin beruflich unterwegs und durch die Zeitverschiebung etwas limitiert. Aber per Mail bin ich gut erreichbar.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #0fbd1b;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,\u00a0<strong>Holger Friedrich, Verleger Berliner Zeitung<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>PS: Als kollegialer Hinweis \u2013 Sie verwenden in Ihren Hintergrund-Recherchen Verweise auf Wikipedia. In der wissenschaftlichen Szene ist es mittlerweile verboten Wikipedia zu referenzieren. In den pers\u00f6nlichen Erfahrungen kann ich best\u00e4tigen, dass die Korrektheit von Wikipedia-Artikeln mindestens als d\u00fcrftig bis hin zu grob falsch einzusch\u00e4tzen ist. Allein in \u201emeinem\u201c Wikipedia-Artikel sind eine Vielzahl von Informationen falsch. Ich lasse sie nicht korrigieren, da dies die mangelnden Qualit\u00e4tsstandards dokumentiert und sicherlich eine notwendige Diskussion hilft zu stimulieren, wie weit Aktivismus an Propaganda und somit an gezielte Falschinformation heranreicht. Sie sollten daher, um die Qualit\u00e4t Ihrer Arbeit nicht zu korrumpieren, mit diesen Quellen mindestens sparsam, besser gar nicht interagieren. Und das schreibe ich als langj\u00e4hriges Vereinsmitglied der Wikimedia.<\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, um Ihre Frage zu beantworten, m\u00f6chte ich gerne folgendes vorausschicken: Ich habe mich schon sehr fr\u00fch in meiner Jugend mit der Shoah und den Nationalsozialistischen Verbrechen meiner Elterngeneration kritisch auseinandergesetzt, und das Thema Gewalt gegen Wehrlose vor allem auch in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus sind zu zentralen Anliegen meiner\u00a0k\u00fcnstlerischen Arbeit geworden.<\/h3>\n<h3>Bei meiner ersten Ausstellung 1971 im K\u00fcnstlerhaus in Wien wurden meine Bilder von unbekannten mit Aufklebern mit der Aufschrift \u201cEntartete Kunst\u201d verunstaltet.<\/h3>\n<h3>1988 habe ich zur Erinnerung an die sogenannte \u201cReichskristallnacht\u201d, eine 100 Meter lange Installation zwischen dem K\u00f6lner Dom und dem Museum Ludwig errichtet. Eine Bilderstrasse mit \u00fcberlebensgro\u00dfen blassen Kindergesichtern, wie zur Selektion aufgereiht. Ich hatte damit offenbar eine wunde Stelle ber\u00fchrt, denn eines nachts wurden die Bilder mit Messern attackiert und jedem der abgebildeten Kinder buchst\u00e4blich die Kehle durchgeschnitten. Dadurch hat die Aussage des Werkes aber erst wirklich Gestalt angenommen. Ich habe dann diese Installation mit den Verletzungen weltweit in vielen L\u00e4ndern gezeigt, zuletzt 2010 in Tel Aviv. Mein Freund Simon Wiesenthal hat diese Kunstaktion mit einem eindringlichen Text unterst\u00fctzt und begleitet.<\/h3>\n<h3>Ihre Sorge um die Abgrenzung gegen Rechts teile ich durchaus. Ich frage mich zum Beispiel, warum die Aktivist*innen, die so vehement f\u00fcr die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine eintreten, sich in keiner Weise vom Nazi-Regiment Asow distanzieren. Das Asow Regiment ist einer der wichtigsten milit\u00e4rischen Verb\u00e4nde der Ukraine, dessen Mitglieder ganz offen Hakenkreuzfahnen, SS-Totenk\u00f6pfe und Nazi-Runen zur Schau tragen, und gerne mit dem Hitlergru\u00df salutieren. Die K\u00e4mpfer dieser Einheit posieren immer wieder stolz mit ihren T\u00e4towierungen von Hakenkreuzen, Nazi-Symbolen und Hitlerportraits. Hier sind einige Bilder des Ukrainischen Avow Regiments:<\/h3>\n<h3 class=\"emm-article-body-image aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"image-width_986px_16by9 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.emma.de\/sites\/default\/files\/styles\/width_986px_16by9\/public\/upload\/field_images_all\/2023\/02\/asow_3.jpg?itok=wLkzvAWG\" alt=\"\" \/><\/h3>\n<h3>Macht Ihnen das keine Sorgen, Herr Kluck?\u00a0Sehen Sie darin einen Punkt, den Sie neu \u00fcberdenken w\u00fcrden?<\/h3>\n<h3>In Bezug auf Sahra\u00a0Wagenknecht und Alice Schwarzer mache ich mir keine Sorgen. Diese beiden Frauen sind die Heldinnen unserer Tage, die sich, trotz aller Angriffe und Widerst\u00e4nde, unerm\u00fcdlich f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung dieses schrecklichen Konflikts einsetzen. Sie stehen damit in der stolzen Tradition Bertha von Suttners, der ersten Friedensnobelpreistr\u00e4gerin, die schon im 19.Jahrhundert\u00a0mit ihrem Aufruf \u201cDie Waffen Nieder!\u201d, eindringlich vor den Gefahren der kommenden Weltkriege gewarnt hatte.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Ganz herzliche Gr\u00fc\u00dfe,\u00a0<strong>Gottfried Helnwein, K\u00fcnstler\u00a0<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, was sind das f\u00fcr merkw\u00fcrdig inquisitorische Fragen! In der Anlage \u00fcbersende ich Ihnen\u00a0<a href=\"https:\/\/margotkaessmann.de\/wp-content\/uploads\/bonnkoeln-ansprache.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">meine Rede bei den parallelen Kundgebungen<\/a>\u00a0in Bonn und K\u00f6ln am vergangenen Samstag. Vielleicht finden Sie da Antworten.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Mit freundlichem Gru\u00df,<strong>\u00a0Dr. Margot K\u00e4\u00dfmann, Theologin<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, die Absage an alle Rechtsextremisten ist von der B\u00fchne und im Vorfeld u.a. von Sahra Wagenknecht, aber auch von vielen anderen aktiv Beteiligten deutlich formuliert worden. Keiner der Herren, die sie zitieren war eingeladen, erst recht nicht willkommen, aber die Teilnahme an einer \u00f6ffentlichen Kundgebung k\u00f6nnen wir ihnen nach Berliner Demonstrationsrecht nicht verbieten. Keiner der Organisatoren hat politisch und strategisch auch nur irgendetwas mit Rechtsradikalen gemein.<\/h3>\n<h3>Wenn ich mir ihre \u201eStimmen\u201c genauer ansehe, war es doch eine eindeutig friedensbewegte Kundgebung: 50.000 minus 20 ist doch eine eindeutige Aussage. Bleibt die Frage, ob die von ihnen Angef\u00fchrten vielleicht auch nur benutzt werden, um den Friedensgedanken, den Wunsch nach Waffenstillstand und Verhandlungen zu diskreditieren.<\/h3>\n<h3>Selbstverst\u00e4ndlich bleibe ich wie 700.000 andere UnterzeichnerInnen bei meiner Unterschrift.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #0fbd1b;\"><strong>Gr\u00fc\u00dfe, Reiner Braun, Internationales Friedensb\u00fcro (IPB)<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter Herr Kluck, es war eine zentrale Entscheidung der Nachkriegszeit, in wichtigen Bereichen f\u00fcr den demokratischen Zusammenhalt der bundesdeutschen Gesellschaft \u00f6ffentlich-rechtliche Strukturen zu schaffen. Der Rundfunk geh\u00f6rte dazu. Das setzt voraus, die Meinungsvielfalt im Rahmen des Grundgesetzes widerzuspiegeln. Unbestritten geh\u00f6rt die Debatte \u00fcber Frieden dazu. Aber da sind heute die Gewichte doch sehr ungleich verteilt.<\/h3>\n<h3>Ich bedauere sehr, dass die Frage, wie es zu einem Waffenstillstand\u00a0in dem schrecklichen Angriffskrieg in der Ukraine kommen kann, zu kurz kommt. Nat\u00fcrlich ist das Schwerste im Krieg, Frieden zu schaffen.<\/h3>\n<h3>Ich beantworte Ihre Fragen nicht, weil ich sie f\u00fcr inquisitorisch ansehe, auf keinen Fall diskursiv, was f\u00fcr eine ernsthafte Debatte unverzichtbar ist. Und mit Rechten, Nationalisten und v\u00f6lkischen Ideologien habe ich und haben auch die NaturFreunde nichts, aber auch gar nichts zu tun, wohl aber mit dem Streben nach Frieden. Daf\u00fcr\u00a0hat unser Verband auch einen hohen Blutzoll im Nationalsozialismus gezahlt.<\/h3>\n<h3>Ich muss nicht alles teilen, was die Initiatoren oder Mitunterzeichner sagen und machen. Warum auch? Aber das die Eskalation des Krieges gestoppt werden muss, das steht f\u00fcr mich au\u00dfer Frage. Russland verf\u00fcgt \u00fcber 6.255 Atomwaffen und hat \u00fcber drei Millionen mobilisierbare Soldaten.<\/h3>\n<h3>Bei Willy Brandt hie\u00df es: &#8222;Es gilt sich gegen den Strom zu stellen, wenn dieser wieder einmal ein falsches Bett zu graben versucht.&#8220;<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,\u00a0<strong>Michael M\u00fcller, Vorsitzender Naturfreunde<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 1:<\/em>\u00a0Ja, ich bleibe bei meiner Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Manifest. Alleine die Gefahr eines nuklearen Infernos durch einen kriegsbedingten GAU in einer der Atomanlagen im Kriegsgebiet bedeutet, dass beide Seiten hier Risiken eingehen, die niemand je eingehen darf. Der Vorwurf geht an Russland und die NATO, da die im April weit fortgeschrittenen Verhandlungen beider Seiten, als ein fast schon unterschriftsreifes Dokument vorlag, im Zuge \u2013 wie es die IPPNW sagt \u2013 \u201emassiver\u201c westlicher Intervention abgebrochen wurden. Diese Stelle im Manifest hat mich direkt angesprochen: \u201eVerhandeln hei\u00dft nicht kapitulieren. Verhandeln hei\u00dft, Kompromisse machen, auf beiden Seiten. Mit dem Ziel, weitere Hunderttausende Tote und Schlimmeres zu verhindern.\u201c Dass rechte Kr\u00e4fte versuchen, auch Friedensfragen zu kapern, kann man Linken nicht vorwerfen. Wenn die AfD z.B. gegen Waffenlieferungen ist, dann, weil sie gegen eine \u201eAuspl\u00fcnderung der Bundewehr\u201c ist. Das ist keine Friedensposition. Wenn Frau Wagenknecht Menschen, die \u201aehrlichen Herzens\u2018 f\u00fcr Frieden sind, einl\u00e4dt, dann sind Faschisten ausgeschlossen. Rechtsextremismus verbindet Nationalismus, autorit\u00e4res Politikverst\u00e4ndnis und Militarismus.<\/h3>\n<h3>In ihrer Rede betonte Frau Wagenknecht entsprechend: \u201eSelbstverst\u00e4ndlich haben Neonazis und Reichsb\u00fcrger, die in der Tradition von Regimen stehen, die f\u00fcr die schlimmsten Weltkriege in der Menschheitsgeschichte Verantwortung tragen, auf unserer Kundgebung nichts zu suchen.\u201c Frau Schwarzer \u00e4u\u00dferte sich \u00e4hnlich und erkl\u00e4rte sich und Frau Wagenknecht f\u00fcr links, wegen des Ziels der sozialen Gerechtigkeit und der Ablehnung von Gewalt. Eine Gruppe von Friedensaktiven hatte versucht, den rechten Publizisten Els\u00e4sser aus der Kundgebung zu dr\u00e4ngen. Das verhinderte die Polizei, da sie nach eigener Auskunft daf\u00fcr keine Handhabe h\u00e4tte.<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 2:<\/em>\u00a0Frau Schwarzer hat mich per Mail gefragt. Ich bin seit \u00fcber vier Jahrzehnten in der Friedensbewegung. Ich kenne Frau Schwarzer mindestens genauso lange, da sie Frauen seit damals ermutigt, sich einzumischen. Frau Wagenknecht kenne ich, seit sie den Fraktionsvorsitz ihrer Partei innehatte. Ich teile nicht alle ihre \u00c4u\u00dferungen, etwa die von vor einigen Jahren zur Fl\u00fcchtlingspolitik, aber auch andere in ihrer Partei haben nicht immer Positionen vertreten, die einer linken Position entsprachen. Meine Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Manifest f\u00fcr den Frieden ist eine Unterst\u00fctzung seines Inhalts.<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 3:<\/em>\u00a0Ich habe nie eine Darstellung rechter Kr\u00e4fte gelesen oder geh\u00f6rt, die der Analyse des US-Star-\u00d6konoms Jeffrey Sachs, ehemaliger Berater Russlands, der Ukraine und der UNO, auch nur in Ans\u00e4tzen \u00e4hnlich ist; mit seinem Gru\u00dfwort wurde die Kundgebung am Samstag er\u00f6ffnet. Er verwies faktentreu darauf, dass der Krieg bisher mindestens acht Jahre lang dauert, seit die USA einen, wie er es sagte, gewaltsamen Umsturz in Kiew unterst\u00fctzten, um NATO-freundlichen Kr\u00e4ften zur Macht zu verhelfen. Der Krieg, den Russland eskaliert, sei zerst\u00f6rerisch und insofern tragisch und falsch. Dies belegt, dass die Kritik auf der Kundgebung am Brandenburger Tor in beide Richtungen ging.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\"><strong>Bernhard Trautvetter, Friedensratschlag<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Sehr geehrter \u2013 nein, dieses Adjektiv passt hier nun eigentlich wirklich nicht \u2013 Herr Kluck, denn falls Sie \u2013 wie ich selbst &#8211; eine Ausbildung zum Journalisten absolviert haben, verleugnen Sie mit Ihrer Anfrage bei den 69 ErstunterzeichnerInnen einige elementare Grunds\u00e4tze des Journalismus: Unvoreingenommenheit, Objektivit\u00e4t und Neutralit\u00e4t in der Fragestellung und in Bericht oder Nachricht. Alles andere geh\u00f6rt in den Kommentar, falls Sie beauftragt sind, einen solchen zu schreiben.<\/h3>\n<h3>Es ist wirklich allzu durchsichtig, was Sie mit Ihrer Befragung erreichen wollen bzw. sollen.<\/h3>\n<h3>Ich habe sowohl das Zustandekommen des Manifests f\u00fcr Frieden als auch die Kundgebung der rund 50.000 Menschen am Brandenburger Tor genau so erlebt, wie es Bernhard Trautvetter bereits beschrieben hat und kann es mir deshalb sparen, Ihre drei Fragen zu beantworten. Ich nutze die gesparte Zeit viel lieber, in meinem Umfeld \u00fcber Verlauf und Inhalt der Kundgebung zu informieren (u.a. durch den Verweis auf die live-Berichterstattung des Senders Ph\u00f6nix (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1B2ASUCS2AI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1B2ASUCS2AI<\/a>).<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\"><strong>Es gr\u00fc\u00dft, Dr. Christof Ostheimer, ver.di-Gewerkschafter<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Das Manifest f\u00fcr den Frieden ist ein starker Aufruf f\u00fcr Waffenstillstand und Frieden.\u00a0 F\u00fcr mich, f\u00fcr die IPPNW und f\u00fcr viele Menschen dr\u00fcckt er das Bed\u00fcrfnis in der Bev\u00f6lkerung nach Kriegsbeendigung und Frieden aus. Deshalb habe ich den Aufruf unterzeichnet. Deshalb\u00a0 hat die IPPNW seit Juli 2022 eine Sammlung der verschiedenen Stimmen, Pl\u00e4ne und Wege zu Waffenstillstand und Frieden ver\u00f6ffentlicht. Eine\u00a0 Sammlung, die fortlaufend erweitert wird. Schon am 21.02. 2022 hat die IPPNW in einer Erkl\u00e4rung die Versuche von rechtsextremistischen Gruppen scharf verurteilt, die versuchen, das Manifest f\u00fcr ihre Zwecke\u00a0 zu instrumentalisieren. Die Friedensarbeit der IPPNW\u00a0 schlie\u00dft systematisch\u00a0 die Arbeit f\u00fcr Menschenrechte mit ein, und dabei besonders\u00a0 die Arbeit f\u00fcr die Rechte von Gefl\u00fcchteten,\u00a0 politisch Verfolgten und Kriegsdeserteuren,\u00a0 unabh\u00e4ngig von ihrer\u00a0 Staatsangeh\u00f6rigkeit. Frieden ist Menschenrecht. Das Anliegen des Friedens ist bei der AfD, bei sogenannten \u201ePatriot*innen\u201c, die immer wieder die 1.000-j\u00e4hrige deutsche Geschichte beschw\u00f6ren, in den falschen H\u00e4nden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Manifest_fuer_Frieden_Erklaerung_IPPNW.pdf\">http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Manifest_fuer_Frieden_Erkla&#8230;<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Waffenstillstand_und_Frieden_Ukrainekonflikt_Feb2023.pdf\">https:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Waffenstillstand_und_Fried&#8230;<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\">MfG,\u00a0<strong>Dr.\u00a0Angelika Clau\u00dfen, IPPNW<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 1:<\/em>\u00a0Ich habe das Manifest unterzeichnet, weil ich seine inhaltlichen Aussagen f\u00fcr im Ganzen zutreffend halte und glaube, dass im Interesse Deutschlands, Europas, auch der Ukraine, der zunehmenden bellizistischen Stimmung im Lande etwas entgegengesetzt werden sollte, weil diese zu Realit\u00e4tsverlust, tausenden von weiteren Opfern und zudem unkontrollierbarer Eskalationsgefahr f\u00fchrt.<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 2:<\/em>\u00a0Nein, solche inquisitorischen Fragen geh\u00f6ren ins Reich Putins, das sollte in einer freiheitlichen Gesellschaft mit Medien, die auf die Verfassungsordnung verpflichtet sind, nicht vorkommen. Bei g\u00fcnstigster Interpretation ist das BILD-Zeitungsstil, aber auch das sollte f\u00fcr die ARD kein Vorbild sein.<\/h3>\n<h3><em>Zu Frage 3:<\/em>\u00a0Versuchen Sie doch nicht, ein so ernstes Anliegen &#8211; den Tod weiterer Unschuldiger zu hunderttausenden in einem Abnutzungskrieg wie bei Verdun im Ersten Weltkrieg zu verhindern &#8211; zu denunzieren!<\/h3>\n<h3>Nat\u00fcrlich \u00e4rgere ich mich \u00fcber jeden rechtsradikalen Trittbrettfahrer, aber das \u00e4ndert doch nichts daran, dass Krieg kein Mittel der Politik im 21. Jahrhundert sein darf.<\/h3>\n<h3>Es war auch die Erfahrung der Friedensbewegung in den 1980ern, dass man sich vor Beifall von der falschen Seite (DKP-Aktivisten und UdSSR-Sympathisanten spielten sogar in der Organisation eine gro\u00dfe Rolle) und rechten Mitl\u00e4ufern (Mechtersheimer, ein Mitgr\u00fcnder der Gr\u00fcnen Partei) nicht sch\u00fctzen kann. Je gr\u00f6\u00dfer die Bewegung, desto schwieriger wird das.<\/h3>\n<h3>Man nennt das, was Sie da offenbar betreiben, im Englischen \u201eWhataboutism\u201c: Statt sich mit den Argumenten und Problemen auseinanderzusetzen, weichen Sie auf einen Nebenkriegsschauplatz aus, der es Ihnen ersparen soll die Argumente selbst zu pr\u00fcfen: Wo liegt denn der General, der Merkel viele Jahre beraten hat (Vad) falsch, wo Wagenknecht? Und ist das Ziel den Krieg zu einem Zeitpunkt zu beenden, zu dem jede Verl\u00e4ngerung, vor allem f\u00fcr die Ukraine selbst, das Risiko beinhaltet, sich einem Diktatfrieden Putins beugen zu m\u00fcssen, so falsch? Die Ukraine mit der Ank\u00fcndigung grenzenloser milit\u00e4rischer und finanzieller Unterst\u00fctzung in der Illusion zu wiegen, sie k\u00f6nne einen umfassenden Sieg mit Kontrolle der Krim und der Separatistengebiete im Osten erringen, ist nicht nur scheinheilig, sondern kriegstreibend und menschenverachtend. Einen Waffenstillstand und nachfolgende Friedensverhandlungen wird es nur dann geben, wenn beide Seiten nicht mehr mit ihrem Sieg rechnen. Wer einen umfassenden Sieg der Ukraine \u00fcber die Nuklearmacht Russland anstrebt, riskiert eine Menschheitskatastrophe. Deswegen engagiere ich mich.<\/h3>\n<h3>Ich habe als Jugendliche damals Angst vor dem Atomkrieg gehabt und bin dankbar, dass es eine Friedensbewegung gegeben hat, die dann am Ende tats\u00e4chlich dazu beigetragen hat, dass es zu atomarer Abr\u00fcstung kam. Ich kann nur hoffen, dass jetzt eine (vielleicht europ\u00e4ische) Friedensbewegung in Bewegung kommt, die zu einer stabilen europ\u00e4ischen Friedensordnung beitragen wird.<br \/>\n<span style=\"color: #0fbd1b;\"><strong>Nathalie Weidenfeld, Schriftstellerin<\/strong><\/span><\/h3>\n<h3>***<\/h3>\n<h3>Ihre Einsch\u00e4tzung teile ich mitnichten. Die Verurteilung der russischen Aggression geht sowohl aus dem Manifest wie auch aus den Wortbeitr\u00e4gen der Veranstalterinnen deutlich hervor.\u00a0Falls Sie noch mehr von meiner Einsch\u00e4tzung lesen wollen: Leider hat der Westen nach der Wende den von Michail Gorbatschow er\u00f6ffneten Weg f\u00fcr ein gemeinsames Haus Europa nicht mit beschritten (Diese Undankbarkeit und Missachtung spiegelte sich zuletzt in der Nichtteilnahme prominenter PolitikerInnen aus Deutschland und Europa an seiner Bestattung). Der Warschauer Pakt l\u00f6ste sich auf, die Nato suchte sich einerseits neue Bet\u00e4tigungen und breitete sich andererseits absprachewidrig in Richtung Russland aus. Wie der ehemalige Hamburger B\u00fcrgermeister Klaus von Dohnany Nato-General Harald Kujat und viele andere betonen, standen und stehen die \u00f6konomischen und machtpolitischen Interessen der USA einer innereurop\u00e4ischen Verst\u00e4ndigung und einem Vertrauensaufbau entgegen. Die Eskalation dieses Konflikte hat mit dem Ukrainekrieg ihren einstweiligen H\u00f6hepunkt erreicht, ohne dass ich damit Putin in irgendeiner Weise f\u00fcr sein Verbrechen entschuldige.<\/h3>\n<h3>Leider haben die USA und GB durch ihre v\u00f6lkerrechtswidrigen Kriege und Regime-Changes die Blaupause f\u00fcr Putin gegeben.<\/h3>\n<h3>Dar\u00fcber k\u00f6nnten Sie auch berichten und nicht nur \u00fcber ein paar rechtsradikale Trittbrettfahrer. Solange Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht sich von denen klar distanzieren und ihnen auch keine B\u00fchne bieten, kann und muss man damit leben, dass diese Leute auch auf rechtschaffene Veranstaltungen gehen &#8211; oder sollten Z\u00e4une gezogen und Einlasskontrollen mit Gesinnungspr\u00fcfungen stattfinden?<\/h3>\n<h3>Obwohl ich um Unterschied zu den beiden Veranstalterinnen eine konsequent pazifistische Haltung habe und jegliches Milit\u00e4r genauso kategorisch ablehne, wie ich die Folter und die Todesstrafe verurteile, konnte ich das Manifest guten Gewissens unterzeichnen.<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #0fbd1b;\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<strong>\u00a0Theodor Ziegler, Religionsp\u00e4dagoge<\/strong><\/span><\/h3>\n<h1 style=\"text-align: center;\">&#8230;<\/h1>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Hier geht es zum\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aliceschwarzer.de\/thema\/manifest-fuer-frieden-340049\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Manifest f\u00fcr Frieden<\/a>. <\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Es kann\u00a0<a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/manifest-f%C3%BCr-frieden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier unterzeichnet<\/a>\u00a0werden.<\/strong><\/h3>\n<\/div>\n<\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-separator fusion-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:7px;margin-bottom:7px;width:100%;\"><\/div><div class=\"fusion-sep-clear\"><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":38,"featured_media":6013,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-6011","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-maschinenraum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/users\/38"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6011"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6011\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6017,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6011\/revisions\/6017"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/aufstehen.de\/web\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}