Superreiche sollen für die Klimakrise zahlen.

Die größten 100 Konzerne der Welt produzieren zwei Drittel aller industriellen Emissionen. Sie sind verantwortlich für den Klimawandel, die Zerstörung der Umwelt und extreme Ungleichheit. Zehn Prozent der reichsten Deutschen besitzen über die Hälfte des Vermögens in Deutschland. Statt die hohen Gewinne in ökologische Investitionen zu stecken, wurden private Vermögen angehäuft.

Die Reichsten zehn Prozent in Deutschland stoßen fast vier mal soviel CO2 aus, wie die Ärmsten 50 Prozent. Am Lebensstil erkennt man warum: Wer viel Geld hat, fliegt öfter und kauft mehr ein. Überall auf der Welt verbrauchen Reiche überdurchschnittlich viel CO2 – das reichste Prozent sogar 175 mal so viel wie die Ärmsten zehn Prozent auf diesem Planeten.

Eine gerechte Klimapolitik nimmt die Reichen in die Pflicht statt mit erhobenen Zeigefinger die sozial Schwachen zu belehren!
Wir brauchen Öko-Investitionen und dafür gerechte Steuern für Millionäre und Milliardäre: Eine Vermögens[öko]steuer – die Vermökosteuer! Mit ihr können wir in die Zukunft investieren – und hunderttausende grüne Jobs schaffen. Chancen und eine Zukunft für uns und für die nächsten Generationen.

So kannst Du mitmachen:

Wer? Wie? Was?

Wer für die Klimakrise verantwortlich ist und was gegen sie getan werden kann.

Hintergrund

Die Klimakrise ist das größte Markt- und Politikversagen der Menschheitsgeschichte. Warum wird nicht gehandelt, oder nicht genug gehandelt? Wer sind die Verursacher des Klimawandels und wie können was können wir gegen die Klimakrise tun?

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Bestelle Flyer, Plakate, Postkarten und Sticker mit denen Du zeigen kannst: Die Verursacher der Klimakrise sollen zahlen, statt immer neuer Verbrauchersteuern, die geringe und mittlere Einkommen belasten.

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Alleine oder zusammen mit anderen – mit diesen Aktionsideen kannst Du dich beteiligen.

Kreative Aktionen

Hast du es auch satt, dass der Klimaschutz auf dem Rücken der Gering- und Normalverdiener ausgetragen wird? Findest du auch, dass wir vor allem die Profiteure und Verursacher in die Pflicht nehmen müssen? Dann haben wir hier ein paar Aktionsideen zum Mitmachen

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Meinung

In welche Maßnahmen sollte das eingenommene Geld fließen? Was ist nötig, um den Klimaschutz sozial-gerecht zu gestalten? Schreib uns deine Meinung in 280 Zeichen an social-media@aufstehen.de oder mit dem Hashtag #vermÖKOsteuer damit wir diese über die Aufstehen Kanäle verbreiten können.

Hintergrund

Die Klimakrise ist das größte Markt- und Politikversagen der Menschheitsgeschichte.

Es hätte auch ein großer Coup werden können – Die politische Trendwende, Antworten auf die Klimakrise, ein tiefgreifendes Maßnahmenpaket, dass bei den Hauptverursachern ansetzt, Deutschland in den kommenden Jahrzehnten zum umweltpolitischen Vorreiter in Europa und der Welt macht, den jüngeren Generationen eine Chance auf einen lebenswerten Planeten gibt. Es wäre zu wünschen gewesen, denn die Zeit rennt. Mit jedem Jahr des ‘weiter so’ wird die Zukunft düsterer, der Klimawandel unumkehrbarer. Hätten wir bloß eine Regierung mit Rückgrat und dem Mut, sich mit den wirklichen Klimasündern anzulegen.

Das Klimapaket der Bundesregierung schadet mehr, als es bringt.

Ein Coup ist es nicht, was die Bundesregierung mühsam ausgehandelt hat. Dieses Klimagesetz ist bestenfalls ein Päckchen aus Subventionen und halbherzigen Maßnahmen, die kaum etwas bringen. Schlimmer noch: Verbraucher werden abkassiert. Es trifft genau wieder kleinere und mittlere Einkommen am härtesten – diejenigen, die sich von der GroKo sowieso schon seit vielen Jahren im Stich gelassen fühlen. Die soziale Spaltung wird vertieft. Wer so vorgeht, erzeugt Ängste. Klimaschutz machen sie gerade bei Geringverdienern so immer unpopulärer.

Ein sozialer und klimafreundlicher Umbau der Gesellschaft sieht anders aus

Der Markt richtet es nicht. Das hat der europäische Emissionshandel gezeigt. Nötig sind ordnungspolitische Maßnahmen. Regelungen, die Unternehmen zu einer nachhaltigen Produktion anhalten: Längere Garantiefristen für Hersteller könnten die Wegwerfproduktion eindämmen. Manche Produkte werden regelrecht so konstruiert, dass sie nicht zu lange halten, damit Ersatz gekauft werden muss.

Schärfere Vorgaben für Recycling können den Ressourcenverbrauch mindern. Die Politik kann schärfere Standards für verbrauchsarme Autos, Häuser und Haushaltsgeräte beschließen. Mit einer Flächenbindung für die Tierhaltung könnten Quälerei in der Massentierhaltung, Wasserverschmutzung und Überdüngung ein Ende bereiten.

Stärkere Regionalisierung von Finanz- und Wirtschaftskreisläufen…

…gehört auf die Agenda anstatt immer neuer neoliberaler Handelsabkommen und unreguliertem Kapitalverkehr: Etwa ein Viertel der klimaschädlichen Emissionen geht auf die globalen Warenströme zurück (Quelle verlinken: UN-Klimaexperten). In Brasilien werden tausende Quadratkilometer Regenwald brandgerodet, um Ackerflächen zur Rindfleisch-Produktion für den mit dem Mercosur-Abkommen einfacher zugänglichen europäischen Markt zu schaffen. Nahrungsmittel, die auch hier bei uns wachsen, werden Tausende Kilometer nach transportiert. Gigantische Containerschiffen schippern durch die Weltmeere, weil Konzerne in den Ländern mit den niedrigsten Lohnkosten und Standards produzieren. Der Schaden, den jedes neue Freihandelsabkommen schafft, lässt sich in Inlandsflügen oder anderen diskutierten Verboten kaum ausrechnen.

Hauptverursacher in die Pflicht nehmen, statt neuen Verbrauchersteuern

100 multinationale Konzerne verursachen zwei Drittel der globalen CO2-Emissionen. Doch statt die endlich mit gesetzlichen Auflagen zu Veränderungen zu zwingen, wird hierzulande für normale Familien das Heizen oder Benzin verteuert.

Es braucht klimafreundliche Alternativen

Was nützt eine CO2-Bepreisung, wenn es für so vieles kaum klimafreundliche Alternativen gibt? Ein um 3 Cent verteuerter Spritpreis motiviert kaum jemanden, das Auto zu verkaufen. Selbst eine Verdoppelung der Benzinpreise würde nicht ändern, dass Viele keine Alternative zum Auto haben: Einen zuverlässigen durchgängigen öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) gibt es noch in einigen Ballungszentren. In vielen Regionen wurden Nahverkehrszüge oder Busse eingestellt, Linien und Haltestellen geschlossen. Verantwortlich dafür ist auch die Politik mit ihrem Zwanghaften Trieb zur Privatisierung Öffentlicher Dienste. Der fehlende ÖPNV ist auch dafür verantwortlich, dass Wohnraum in Städten immer teurer geworden ist. Mehr Menschen werden aus den Innenstädten in die Randbezirke verdrängt, müssen immer längere Arbeitswege in Kauf nehmen, mehr Autos, mehr Verkehr, mehr Emissionen.

Mit dem Umbau der Bahn in eine Börsenbahn wurde ein Fünftel des Streckennetzes stillgelegt, notwendige Investitionen sind jahrelang unterblieben und Tickets immer teurer geworden. Statt den Güterverkehr von LKWs auf die Schiene zu bringen, plant die Bahn drastische Kürzungen in der Gütersparte.
Es geht anders: In der Schweiz wird pro Kopf fünfmal so viel in das Schienennetz investiert. Ein kostenfreier, flächendeckender ÖPNV und günstige und zuverlässige Bahnverbindungen – das wären klimafreundliche Alternativen zum Auto.

In eine Zukunft investieren

Um die Bahn und den ÖPNV besser und billiger zu machen, braucht man einen dreistelligen Milliardenbetrag. Vor gut zehn dauerte es nur wenige Wochen, bis Bundestag und Europäische Zentralbank (EZB) ein hunderte Milliarden schweres Rettungspaket für kriselnde Banken schnürten. Was bei Banken geht, muss doch auch für unsere Lebensgrundlage möglich sein, den Planeten, auf dem wir leben. Die EZB könnte Milliarden in klimafreundliche öffentliche Verkehrsprojekte in ganz Europa investieren. Wir brauchen ein Klimarettungsprogramm, um den Strukturwandel zum Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter zu finanzieren – Das wäre angesichts der kriselnden Wirtschaft auch ein gutes Konjunkturprogramm.
In Deutschland steht dem die Schuldenbremse und das quasi religiöse Festhalten an einer “schwarzen Null” entgegen. Doch wo in Zukunft zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ins Militär gesteckt werden sollen, müssen auch Ausgaben fürs Klima machbar sein. Wollen wir Kriege um die letzten fossilen Ressourcen oder mehr globale Kooperation, um die Klimakatastrophe noch zu stoppen?
Statt Verbrauchssteuern, die vor allem Geringverdiener und die Mittelschicht belasten, sollten Vermögens-, Finanztransaktions- und Digitalsteuern eingeführt werden. Wer auf kosten des Klimas Reichtum scheffelt, sollte auch für die Folgen in die Verantwortung genommen werden. Statt Geringverdiener und die Mittelschicht zur Kasse zu bitten. Wie wäre es mit einer Vermökosteuer für die Superreichen?!

vermÖKOsteuer – Klima gerecht!

Die größten 100 Konzerne der Welt produzieren 2/3 aller industriellen Emissionen. Sie sind verantwortlich für den Klimawandel, die Zerstörung der Umwelt und extreme Ungleichheit. Zehn Prozent der reichsten Deutschen besitzen über die Hälfte des Vermögens in Deutschland. Statt die hohen Gewinne in ökologische Investitionen zu stecken, wurden private Vermögen angehäuft.

Die Reichsten zehn Prozent in Deutschland stoßen fast vier mal soviel CO2 aus, wie die Ärmsten 50 Prozent. Am Lebensstil erkennt man warum: Wer viel Geld hat, fliegt öfter und kauft mehr ein.

Überall auf der Welt verbrauchen Reiche überdurchschnittlich viel CO2 – das reichste Prozent sogar 175 mal so viel wie die Ärmsten zehn Prozent auf diesem Planeten. Eine gerechte Klimapolitik nimmt die Reichen in die Pflicht statt mit erhobenen Zeigefinger die sozial Schwachen zu belehren!

Wir brauchen keine zusätzliche Subventionen für Großkonzerne und -verdiener. Stattdessen müssen Innovation und Forschung gefördert werden. Mit staatliche Milliardeninvestitionen in die Erforschung umweltfreundlicher Technologien. Konzerne die Milliardengewinne machen, dürfen diese nicht nur an ihre Aktionäre ausschütten, sie müssen in die Zukunft investieren. Steuerbefreiungen und Subventionen, die letzten Endes nur den Konzernen und den Superreichen dienen gehören abgeschafft – die Mittel in den ökologischen Umbau investiert werden.

»Der ökologische Umbau muss gerecht sein – oder er wird scheitern.«
– Sahra Wagenknecht

Aktionen zur Kampagne

Hast du es auch satt, dass der Klimaschutz auf dem Rücken der Gering- und Normalverdiener ausgetragen wird? Findest du auch, dass wir vor allem die Profiteure und Verursacher in die Pflicht nehmen müssen? Dann haben wir hier ein paar Aktionsideen zum Mitmachen. Du hast gute Ideen, was man tun kann? Schreib uns  an kampagnen@aufstehen.de damit wir diese Liste auf unserer Website erweitern und mit allen teilen können.

Letztes Hemd

Wir gestalten einzeln oder gemeinsam in einer Gruppe symbolisch unser letztes Hemd (oder T-Shirt) mit unseren persönlichen Statements zu einem sozial gerechten Klimaschutz und übergeben das Hemd an unseren lokalen Wahlkreisabgeordneten (alternativ an: lokales Finanzamt, Bürgermeister, Landesregierung, Bundesratsmitglieder). Am besten filmen und fotografieren wir die Aktion und schicken die Fotos und Videos an social-media@aufstehen.de

  • ein letztes Hemd (oder Tshirt)

  • dein persönliches Statement

  • Porto zum Verschicken

  • eine Kamera oder Smartphone zum dokumentieren

Letzter Cent

Wir überweisen symbolisch 1-Cent auf das Staatsschuldentilgungskonto der Bundesregierung mit persönlichem Statement zu einem sozial gerechten Klimaschutz. Schick uns dein Statament an social-media@aufstehen.de damit wir es in den sozialen Netzwerken teilen können.

  • Ein Konto um 1-Cent zu überweisen

  • dein Statement für sozial gerechten Klimaschutz

  • Screenshot oder Foto vom Statement

Quiz

Weißt du eigentlich, wieviel Superreiche pro Tag im Durchschnitt verdienen oder wieviel höher der CO2-Fußabdruck von Superreichen ist als von Normalverdienern? Dieses Quiz verdeutlicht, dass Supereiche sowohl die Verursacher als auch Profiteure des Klimawandels sind undes ist auch noch das beste Mittel, um mit Leuten auf der Straße ins Gespräch zu kommen. Probieren wir es aus!
Für die Aktion braucht ihr: das ausgedruckte QuizVermökosteuer-Material (Flyer, Sticker etc.); Klemmbretter; Stifte; eine Portion Mut um andere Menschen anzusprechen; Handy oder Fotoapparat, damit wir alles dokumentieren können!