Friedenskundgebung mit Oskar Lafontaine

Am gestrigen Donnerstag sprach Oskar Lafontaine auf einer Aufstehen-Friedenskundgebung auf dem Tbilisser Platz vor dem Staatstheater in Saarbrücken. Anlass war die Erklärung von US-Präsident Donald Trump, aus dem INF-Abrüstungsvertrag zur Begrenzung der Mittelstrecken-Raketen aussteigen zu wollen. Es droht ein neues Wettrüsten in Europa, denn es ist zu befürchten, dass die europäischen Regierungen die Stationierung landgestützter US-Raketen mittragen werden, während Russland seine Raketen auf diese Raketenbasen richten wird. Wir sagen: US-Atomraketen haben auf europäischem Boden nichts verloren. Der atomare Wahnsinn muss beendet werden. Dazu sagte Oskar Lafontaine:

„Wir wenden uns an die politisch Verantwortlichen, vor allem die in Deutschland, die klar machen müssen, dass wir keine weiteren Atomraketen in Deutschland stationieren wollen. US-Atomraketen in Europa schützen nicht, sondern erhöhen die Gefahr eines alles Leben vernichtenden Nuklearkrieges. Die USA geben in diesem Jahr 700 Milliarden Dollar für Kriege und Rüstung aus, Russland 66 Milliarden. Diese Politik ist ein Verbrechen an der Menschheit, weil mit dem Geld Hunger und Krankheit besiegt werden könnten. Die Kündigung des Abrüstungsvertrages für atomare Mittelstreckenraketen führt zu einer für Europa gefährlichen Destabilisierung. Mittelstreckenraketen haben zu geringe Vorwarnzeiten. Weil Menschen und Computer Fehler machen, stand die Welt schon öfter am Rande eines atomaren Weltbrandes.“